Domenico Mungo: Streunende Köter (Cani Sciolti)

Domenico Mungo „Streunende Köter“ (Cani Sciolti) ist erschienen

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Und weiter geht’s: Am 15.11.2011 erscheint Domenico Mungos Ultra-Roman „Streunende Köter. Ein Roman über zwei Jahrzehnte italienische Ultrakultur, Freundschaften,Kämpfe und Drogen“ (im Original: „Cani Sciolti“). Nach Giovanni Francesios „Tifare Contro“ nun also ein Roman aus den Händen eines italienischen Ultras, der teils sehr persönliche Einblicke in mehr als zwei Jahrzehnte Zugehörigkeit zur italienischen Ultraszene gibt. Für alle, denen Ultrà am Herzen liegt. Wie immer, sind wir auf eure Hilfe angewiesen: Liken, Teilen, Weitererzählen!

Inhaltsverzeichnis Domenico Mungo „Streunende Köter“ (pdf, 95kB)

Wenn Ihr Fragen oder Feedback habt, Kritik, Anregungen, üble Beschimpfungen oder den Wunsch nach einem Pressetext oder Rezensionsexemplar: Einfach Mail an info [Kringel] altravita [Punkt] com oder hier unten in die Kommentare damit!

Bezugsquellen:

Burkhardt & Partner
Selbstverständlich gibt es hier wieder die Möglichkeit für Sammelbestellungen für Eure Gruppe zum Gruppenpreis: Kontakt dafür gibt es hier!

„Was ist ein Ultra?“ Domenico Mungos Streunende Köter bei 3Sat Kulturzeit am 06.12.2011

Textausschnitte und Rezension:

Die Rezension des italienischen Originals „Cani Sciolti“

Auszug: „Alkohol und Adrenalin“

Auszug: „Eine italienische Tragödie“

Auszug: „Rom, Bahnhof Termini“

Auszug: „Autogrill/2 Secchia Ost, Die vom Kreidesaal“
Interview von Domenico Mungo mit dem Ballsterer
Interview über „Streunende Köter“ im aktuellen Ballesterer
„Was ist ein Ultra?“ Domenico Mungos Streunende Köter bei 3Sat Kulturzeit am 06.12.2011
Das Video zur obigen Sendung vom 06.12.2011 in der ZDF Mediathek

Für alle, die Ihre Zeit auf sozialen Netzwerken verplempern gibt es auch eine Facebook-Seite mit allen Informationen, Links und Platz für Diskussionen, Fragen und Feedback.

Ein Video zur Illustration des Buchs: Bilder aus den 80ern und 90ern in Italien

Über den Autor:

DOMENICO MUNGO (*Turin, 1971)
Journalist, Autor, Essayist, Videomaker, Lehrer für Literatur und Geschichte, Ultra der Fiorentina. Musik- und Literaturkritiker. Ex-Direktor des Magazins Supertifo. Von ihm wurden die Bücher Sensomutanti (2003), Cani Sciolti (2008), The Final (2010), Avevate ragione voi (Gedichte, 2010), Stadio Italia (2010), Noi odiamo Tutti (2010). publiziert. Experte für die italienische Ultrabewegung und systemkritische Strömungen. Derzeit erscheinen von ihm eine Sammlung von Erzählungen zum G8-Gipfel in Genua 2001 sowie eine Biografie von Kurt Cobain.

Klappentext:

Die Ultras sind böse. Sie sind die dunkle Hemisphäre des Fußballs. Das obszöne Grauen der Zivilgesellschaft. Die Ultras sind der Blitzableiter der Gutmenschen, des Bürgertums, der Krämerseelen, der Profis, der Hausfrauen, der armseligen Journaillie und der Bullen auf Opfersuche. Die Ultras sind die Güllegrube unter dem freien Himmel der Stadien. Symbol blinder und irrationaler Gewalt. Das schlimmste, wenn nicht einzige Übel des ansonsten strahlend reinen und jungfräulich unbefleckten Fußballsystems. Trotzdem werden Ultras immer wieder zu Schlachtvieh für die Titelseiten. Gut, um als Monster für die erste Seite herzuhalten, aber auch bildreiches Rahmenprogramm, donnernder und unaufhörlicher Soundtrack, zwölfter Mann, das Spektakel im Spektakel des Sports, an den wir unser Herz verloren haben. Aber die Ultras entziehen sich den Schubladen. Jedenfalls die wahren. Sie zerpflücken Klassifizierungen, Statistiken, Vorurteile und Vereinfachungen. Sie verursachen Probleme und schädigen das Gemeinwohl. Die Ultras fahren hunderte und aberhunderte Kilometer durchs Land, geben auch eine Menge Geld aus, verzichten auf Zuneigung und Liebe. Sie riskieren Prügel und Knast. Um sie im Zaum zu halten braucht man Polizeitransporter, Panzerwagen, Hubschrauber und Legionen von Sondereinsatzkräften, Polizeibeamten, ausgebildeten Fahndern, Feuerwehren und Rettungswagen. Und sie, die dreckigen und bösen, verbreiten Chaos, überrennen und zerstören alles, versuchen ohne Karte ins Stadion zu kommen. Dann, wenn die Sache abgleitet, zerstören sie Autos und Mopeds, überrennen Absperrungen und Polizeiketten, besprühen Wände mit ihren Slogans, werfen Rauchtöpfe und Bengalos, Steine und Flaschen, verantworten Geldstrafen und Platzsperren, nageln nicht genehme Spieler ans Kreuz und entlassen vox popoli unbeliebte Trainer. Die Ultras sind böse, unverschämt, kriminell und kehren sich nicht um die Regeln des zivilen Miteinanders. Ihre Höhlen sind die Kurven. Sie verschwinden in der Masse, die sie aufnimmt, sie versteckt und sich von ihnen beschützen und repräsentieren lässt. Viele können nicht erklären, was Ultra zu sein überhaupt heißt. Aber viele können davon erzählen. Ich glaube zu wissen, dass die Ultras ein Recht auf eine eigene Geschichte haben. Und ich die Pflicht, ein Buch über sie zu schreiben. Mit ihnen. Und dieses Buch haltet ihr in den Händen.