Rossonero...giallo

Rossonero…giallo

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Ein Krimi.

Cast: Adriano „Zio Fester“ Galliani, Berlusconis rechte Hand beim AC Milan, Giancarlo „Sandokan“ Lombardi, Capo der Guerrieri Ultràs, Giancarlo „Il Barone“ Capelli, graue Eminenz der Curva Sud.

Setting: Mailand.

Parteien: Fossa dei Leoni, Guerrieri Ultràs, Commandos Tigre, Irriducibili Inter, Viking Juve

Vizepräsident des AC Milan und Ex-Chef der Lega Calcio, Adriano Galliani, lässt vorgestern vernehmen:

L’introduzione della tessera del tifoso consentirà – aggiunge Galliani – l’eliminazione del biglietto cartaceo, e conseguentemente agli ultrà il potere di gestione dei biglietti, con tutte le implicazioni negative. Prego quindi di dare un pò di credito alla tessera del tifoso e di darle il tempo che occorre per esplicare i suoi difetti“.
Die Einführung der „Fankarte“ wird das Ende des Papiertickets einleiten und damit das Ende des Kartenverkaufs durch die Ultrà-Organisationen mit allen seinen negativen Begleiterscheinungen. Ich bitte deshalb um ein wenig guten Willen gegenüber der „Tessera del Tifoso“ und dass ihr die Zeit eingeräumt wird, die unausweichlichen anfänglichen Fehler abzustellen.“

Nun, da äußerst sich das Mailänder Orakel aber einmal ungewohnt klar. Der Erfinder des „gesprochenen Presseboykotts“ (die Vertreter des AC Milan sprechen ja mit der Presse, sie sagen nur nie etwas), Meister der unschuldigen Miene und des „alles ist bestens, wir sind dekoriertester Fußballklub des Universums“ sagt klar, dass die diese Saison eingeführte Carta del Tifoso ein Mittel ist, den Ultràs den lukrativen Ticketvertrieb zu entziehen. Viele haben es vermutet, nun scheint es Gewissheit – viel verwunderlicher ist aber, dass sich ein Mitglied der Direktion so offen äußert, ist das Verhältnis zwischen Curva und Verein doch ein von außen kaum verständliches und selbst an den in der Curva Sud exponierten Bannern kaum abzulesendes. Vor allem sollte man meinen, dass der wegen des sportlichen Niedergangs des Mailänder Traditionsvereins unter starkem Druck stehende (Gerüchte besagen, dass Berlusconi jr. auf eine Ablösung von Trainer Ancelotti und Galliani drängt) Adriano Galliani kein Interesse daran hat, noch weitere Brandherde zu eröffnen. Normalerweise gelangen diese diplomatischen Verwicklungen nur im allergrößten Notfall an die Öffentlichkeit und vor diesem Hintergrund ist Gallianis Halbsatz eine veritable Bombe, die er hat platzen lassen – eine Kriegserklärung. Nun, auch er hat bislang versucht, das Umfeld ruhig zu halten.

Man weiß von Galliani, der sich nur noch unter Polizeischutz in der Öffentlichkeit bewegt, weil gewisse Ultràgruppierungen etwas dagegen haben, dass der AC Milan ihnen den lukrativen Eintrittskartenmarkt entzogen hat. Auch eine Rolle spielt, dass Galliani als seinerzeitiger Lega-Chef das Decreto Amato entscheidend mitgetragen hat – das Gesetz, dass als sichtbarsten Ausdruck Megaphone, Trommeln und Pyrotechnik aus den Kurven verbannt hat. Ein Aufschrei ging durchs halbe Land angesichts der scheinbar willkürlichen und offenbar ungerechten Repression gegen die treusten der treuen Fußballfans, denen ganz offensichtlich aus reiner Bösartigkeit alle Instrumente entzogen wurden, ihren Lebensinhalt auszuleben. Vorbei die Zeiten der leuchtenden und rauchenden Curva, des streng koordinierten Gesangs einer 10.000er Curva. Warum eigentlich?

Noch am 19.12.2008 wird Adriano Galliani in einem kleinen Restaurant im Mailänder Nobelviertel Brera beim gemeinsamen Weihnachtsfeiern in trauter Einheit mit eben jenen Ultràs gesehen, deren Anfeindungen und Drohungen ihm Leibwächter auf Staatskosten einbrachten, die seit Monaten nicht von seiner Seite weichen (natürlich auch auf besagter Feier nicht – ein Fest also von Angreifer, Angegriffenem und Schutzengeln beim gemeinsamen Liedersingen). Mit dabei Giancarlo Capelli, „il Barone“, charismatischer Führer der Mailänder Südkurve, seinerzeit gern gesehen im VIP-Bereich des San Siro oder im Mannschaftsflieger auf Reise nach Übersee. Gut, heute ist er ein wenig in Ungnade gefallen und durfte bereits für wenige Wochen Gefängnisluft schnuppern und für viele Jahre nicht mehr ins San Siro – aber es ist ja Weihnachten und was zählt, sind die Farben. Man traf scheinbar zufällig in einem Lokal in der Mailänder Via Vittor Pisani aufeinander und entschied spontan, doch einfach mal Flagge zu zeigen und zu sehen, wie weit man gemeinsam kommen könnte. Jedenfalls tauchte Galliani neben vielen anderen Glatzköpfen auf dem Fest der Mailänder Ultrà-Elite auf. Ich versuche einmal zu skizzieren, wie bizarr dieses Treffen war und wie weit seine Statement von vorgestern davon entfernt ist:

Dort war der „Barone“ ja nicht allein, so illustre Persönlichkeiten wie Giancarlo „Sandokan“ Lombardi, Chef der Guerrieri war auch einer der schon 2007 festgenommenen:

Dalle aggressioni ai gruppi rivali alle intimidazioni nei confronti della società di via Turati. E sette „Guerrieri“ sono stati arrestati, con l’accusa di associazione per delinquere, tentata estorsione, resistenza a pubblico ufficiale e lancio di oggetti durante una manifestazione sportiva. Nelle scorse settimane, l’ultima minaccia al club. Tagliandi per la finale di Champion’s League di questa sera, «o non saremo più in grado di tenere buoni i ragazzi della curva.
Von Aggressionen gegenüber rivalisierenden Fangruppen bis hin zu Drohungen gegenüber dem Verein in Via Turati. Und sieben „Guerrieri“ wurden festgenommen unter Anklage auf Bildung einer kriminellen Vereinigung, versuchter Erpressung, Widerstands gegen die Staatsgewalt und Werfen von Objekten während einer Sportveranstaltung. Während der letzten Wochen eine letzte Drohung gegen den Verein. Eintrittskarten für das Champions League-Finale am heutigen Abend, ‚oder wir werden nicht in der Lage sein, die Jungs ruhig zu halten‘.

Giancarlo Lombardi, Giancarlo Capelli, Mario Diana, Claudio Tieri, Alessandro Pozzoli, Marco Genellina und Federico „Pablo“ Zinguerenke. Werfen von Pyrotechnik während Milan gegen Lille (06.12.2006) und Milan gegen Torino. Hintergrund der Aktionen war es, den AC Milan durch das Risiko von Platzsperren und empfindlicher Geldstrafen an den „Verhandlungstisch“ zu bewegen:

Lombardi, nach dem Wurf zweier Fackeln, zu Zinguerenke: „Meinst du es reicht?“.
Antwort: „Ich glaub schon, sicher noch ne Runde und eine Papierbombe. Der Schiri hat’s schon aufgeschrieben.“
Lombardi: „Dann reichts“.
18.17 Uhr, Lombardi ruft Pablo an: „Also wenn du mich fragst, wenn du Milan jetzt anrufst und ein Treffen forderst, geben sie’s dir…“

Oder nehmen wir Marietto Diana, vorbestraft wegen Drogenhandel und Waffenbesitzes. Die Anklage lautet Verabredung zu Straftaten, Erpressung, Gewalt, Androhung von Gewalt – das ganze Programm eben. Wie gesagt, es geht bei den im Mai 2007 Festgenommenen darum, dass sie den Verein AC Milan erpressten. Und angesichts der kleinen Details liest sich die Einschätzung der Ermittlungsrichterin Federica Centonze im Rahmen der Untersuchungshaftanordnung schon weniger skandalös:

„la costituzione dei ‚Guerrieri ultras‘ non è che un pretesto per stabilire una posizione di egemonia che prevede la commissione di delitti anche gravi, quali il ferimento di Avignano (il tifoso aggredito a colpi di pistola lo scorso 16 ottobre a Sesto San Giovanni), lo sfondamento dei cancelli, l’estorsione e che consenta la gestione degli affari che ruotano intorno allo stadio […] la gestione dei biglietti concessi dalla società Milan […] determinare notevoli introiti per i gruppi organizzati“
„Die Gründung der ‚Guerrieri Ultràs‘ dient keinem anderen Zweck als der Etablierung einer Vorherrschaft unter Anwendung auch schwerer Straftaten, zum Beispiel die Verletzung von Leonardo Avignano (der durch Pistolenschüsse am 16.10.2006 schwer verletzte Milan-Fan), das Aufbrechen von Einlasstoren, Erpressung zum Zweck der Mittelbeschaffung für die weiteren Geschäfte rund um das Stadion, […] den Handel mit durch den AC Milan überlassenen Eintrittskarten […] für nennenswerte Einnahmen seitens der organisierten Gruppierungen.“

So zum Beispiel das CL-Endspiel 2007 gegen Liverpool. Am 10.05. sprechen „Sandokan“ und der „Barone“ in der Via Turati vor und fragen höflich nach Tickets. Sie reden mit dem Verantwortlichen für „Booking“ des Vereins und dem Vorsitzenden der „Milan Entertainment“-Gruppe. Der Verein spielt auf Zeit. Die beiden fordern ein Treffen mit Vereinseigner Silvio Berlusconi. „Siamo in grado di condizionare l’atteggiamento di tutta la tifoseria ultrà della curva, verso chicchessia“ – „Wir sind in der Lage, das Auftreten der gesamten Ultrà-Tifoserie der Curva zu beeinflussen, gegen wen auch immer.“ Vom 14.-17.05. erreichen Emails mit Drohungen die Via Turati. Daniela Gozzi, verantwortlich für den Ticketverkauf Stadion und Marco Minorati vom Booking, kennen das Spiel, stehen sie doch in regem Telefonkontakt mit Claudio Tieri von den „Guerrieri“ zu Fragen des kostenfreien Kartenvorverkaufs.

Claudio Tieri zu Daniela Gozzi:

„Da questi biglietti facciamo uscire anche dei soldi che servono a diciamo… dare come un rimborso spese a chi dà una mano a contribuire a far sì che la curva sia sempre piena… Signora i fumogeni si possono eliminare, dipende tutto da voi, gli ho detto. Noi non abbiamo nessun problema a non accendere i fumogeni, dipende da voi! Ho detto, per adesso noi stiamo tranquilli.“
„Aus diesen Tickets kommen die Gelder die wir brauchen, um sagen wir … die zurückzubezahlen, die sich darum kümmern, dass die Kurve immer voll ist… Signora, die Rauchbomben können abgeschafft werden, hängt alles von euch ab, ich habs denen gesagt. Wir haben absolut kein Problem damit, auf Rauchbomben zu verzichten, hängt von euch ab! Ich habe gesagt, fürs erste bleiben wir ruhig.“

In der Zwischenzeit zeigt die Curva während der Ligaspiele weithin sichtbare Proteste gegen Galliani und Vereinsführung.

Galliani äußerst sich im Zuge der Ermittlungen der Digos so:

Er wisse, dass „die Forderungen dieser Fans die Erlangung und Erlaubnis zuum Handel mit Eintrittskarten für die Curva Sud betrafen“, er aber „niemals einen wie auch immer gearteten direkten Kontakt mit dem organisierten Fantum“ gehabt hätte.

Das sollte sich ja spätestens 2009 ändern und in diesem Frühjahr stehen die sieben „Guerrieri“ vor Gericht. Am 19. Dezember sang und feierte man also fröhlich Weihnachten und vorgestern bestätigt Galliani, dass die personalisierte „Carta del Tifoso“ nur eingeführt wurde, um den Ultràs die Einnahmequelle zu nehmen. Eine Einnahmequelle, die nach übereinstimmenden Schätzungen bis Mai 2007 in der Curva für Umsätze von ca. 2 Millionen Euro jährlich sorgte. Richtig Geld also.

Nach den gemütlichen Bildern von der Weihnachtsfeier hätte man ja glauben können, dass nun Frieden herrscht, um welchen Preis auch immer. Man könnte ja auch glauben, dass die gemeinsamen Feierlichkeiten ihren Ursprung in den Vorkommnissen am 14.12.2008 haben, als einige Ultràs die Studios des Berlusconi-Senders „Mediaset“ stürmten, um gegen die Situation auf dem Ticketmarkt zu protestieren. Ach so, ja, die Tickets. Irgendwie lesen sich die ausgestellten Striscioni beim Spiel Milan gegen VfL-Wolfsburg nun doch etwas anders. Und erschreckenderweise finde ich die Interpretation der Digos nun doch etwqas glaubhafter: Es geht nicht um die Eintrittskarten für das Spiel Juve gegen Milan, es geht um die Auswärtstickets, die früher vom Barone und Lombardi verwaltet wurden und nun vom Verein selbst.

Und im Verlauf der Verhandlungen kommen weitere seltsame Dinge zum Vorschein: Zum Beispiel die Allianz zwischen Lombardi und einem Capo der (doch eigentlich verfeindeten) Viking Juve, die ihren Sitz – wo sonst? – zufällig in Mailand hat. In einem weiteren Artikel werde ich einmal die Geschichte der Auflösung der mythischen Ultrà-Gruppierung „Fossa dei Leoni“ erzählen, hinter der ja angeblich und erstaunlicherweise auch die Viking Juve gestanden haben sollte. Ich verurteile niemanden, der jetzt daran denkt, dass Lombardi bei den Geschehnissen 2005 womöglich seine Finger im Spiel hatte und es eigentlich um die Macht in der Curva Sud ging – auf Kosten einer der ältesten und stärksten Fangruppierungen Mailands.

Erinnern möchte ich an dieser Stelle auch an den bewaffneten Angriff auf einen der Capos der „Commandos Tigre“, Leonardo Avignano (der schwer verletzt überlebte), am 16.10.2006 vor einem centro sociale in Sesto San Giovanni oder die schwere Verletzung Walter Settembrinis, historischer Führer der Commandos, auf der Piazzale Axum (heutiger Treffpunkt der Ultràs Curva Sud) am 25.01.2007, vor dem Pokalspiel Milan gegen Roma. Michele Caruso und Massimiliano „Nanà“ Colombo wurden zu 4 Jahren und 4 Monaten, respektive 3 Jahren und 4 Monaten verurteilt, weil die Staatsanwaltschaft die Anklage auf versuchten Mord nicht beweisen konnte (u.a. weil Settembrini angab, sich an nichts erinnern zu können). Giancarlo Capelli, während der Verhandlungen anwesend, umarmte die Angeklagten nach der Urteilsverkündung herzlich. Nun ja, kurveninterne Streitigkeiten zunächst, gelöst durch Waffengewalt. Ihre Sache, ist ja kein Ballettverein.

Nach der Ausschaltung der „Commandos“ und der „Fossa“ hatte Lombardi endgültig die Macht übernommen, die Curva ein von staatlicher Kontrolle und konkurrierenden Gruppierungen weitgehend befreites Spielfeld für allerlei Aktivitäten. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass der oben erwähnte mit Lombardi befreundete Capo der Viking aus der berühmten ‚Ndrangheta-Sippe der Rappocciolo stammt. Unter anderem war er 1998 an einer blutigen Schießerei zwischen Cosa Nostra und ‚Ndrangheta (Nazareno Calaiò und Claudio Cagnetti, Bosse der „Banda della Barona“) auf der einen Seite und den Leuten des Serben Dragomir Petrovic beteiligt. In Mailand. Via Faenza. Es ging, natürlich, um das Monopol auf den Drogenhandel in der lombardischen Hauptstadt. Der Nachname Rappocciolo ist den Mailänder Anti-Mafia-Kräften bestens bekannt durch die Ermittlungen gegen den Kalabresen Salvatore Morabito. Reicht noch nicht? Nun, einer der Männer „Sandokans“ ist ein Boss der Case Popolari in Via Flaming in Mailands Westen – verurteilt wegen Verwicklung in den Mord am Sohn des kalabresischen Mafia-Bosses Santo Pasquale Morabito, Rocco Lo Faro in der Mailänder Diskothek „Scream“ 1996, und bestens verknüpft mit den Clans Barbaro und Papalia.

Nun, irgendetwas hatte Galliani bei der Weihnachstfeier am 19.12. jedenfalls gründlich falsch verstanden. Es geht um Geld. Richtiges Geld. Es geht mit Sicherheit nicht um irgendwelche Vergünstigungen für das arme Fußvolk der Curva oder Unterstützung bei den bunten Choreografien, es geht nicht um die Wiederzulassung von Trommeln und Megaphonen, es geht nicht um die überbordende Polizeigewalt gegen Ultràs, es geht nicht um diejenigen, die 24 Stunden am Tag für ihren Verein leben. Das sind nur die Schafe. Weiter oben in der Kurve geht es um ökonomische Interessen. Es geht um Geld. Geschätzte 2 Millionen im Jahr.

Lesen wir vor diesem Hintergrund noch einmal die Worte von Massimo Ambrosini nach Milan – Parma, September 2007:

„Sono contento che i tifosi abbiano capito il discorso di Paolo. Oggi hanno tifato ed è stato bello perché noi abbiamo bisogno di loro e loro di noi. Conosciamo le loro richieste e credo che presto si troverà una soluzione“.
„Ich freue mich, dass die Fans verstanden haben, was Paolo [Maldini] sagen wollte. Heute haben sie uns unterstützt und es war schön, denn wir brauchen sie und sie brauchen uns. Wir kennen ihre Forderungen und ich glaube, dass sich schnell eine Lösung finden lässt.“

Am 22. September 2007 hatten u.a. die Brigate Rossonere ein Communiquè veröffentlicht, das den Streik der Curva Sud für beendet erklärte.

Vieles an Sozialromantik um das Bild des treuen, nur den Farben verpflichteten, von einer immer engeren „Repression“ unterdrückten Ultràs lässt sich vermutlich nicht halten. Wirtschaftliche Interessen sind dann doch deutlich wichtiger als Farben. So verwundert es nicht, wenn Giancarlo Capelli (Curva Sud, AC Milan) und Franco Caravita (Curva Nord, Inter) gemeinsam ein Bekleidungsgeschäft in Mailand besitzen. Noch weniger verwundert es, dass „il Barone“ und „Sandokan“ Lombardi engst befreundet sind mit den Brüdern Alessandro und Franco Todisco, Führer der Inter-Ultràs „Irriducibili“, Köpfe der faschistischen „Cuore Nero“ und (bis zu deren Auflösung) der Mailänder Hammerskins. Geld stinkt nicht.

Ich würde gern mal wieder in einer lauten Curva zwischen lauter roten Bengalos stehen, angepeitscht durch Capos mit Megaphonen. Sieht aber wirklich nicht danach aus.

Galliani, Glatzen, Barone

Galliani, Glatzen, Barone