In Basso a Destra - Militanter Neofaschismus in Italien

In Basso a Destra – Militanter Neofaschismus in Italien

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Carlo Bonini thematisiert in “A.C.A.B. – All Cops Are Bastards” mit großer journalistischer Tiefenschärfe die verschiedenen Brauntöne des italienischen Faschismus heute. Er lässt Faschisten aus denselben Problemvierteln auf verschiedenen Seiten desselben Konflikts stehen – als bewaffnete und behelmte polizeiliche Eingreiftruppe für “Recht und Ordnung” in blauer Uniform und schwarzen Stiefeln gegen die “picchiatori” der Kurven der Römer Vereine in schwarzen Kapuzenpullis und schwarzen Stiefeln. Beide Parteien stramm rechts, die einen organisiert und offiziell von Staats wegen sanktioniert, die anderen in eigenem Selbstverständnis das “Gewissen der Straße” und Befürworter der “direkten Aktion”. Bonini thematisiert sehr präzise den internen Konflikt zwischen der politisch-organisatorischen Rechten und der “freien” Rechten der “kämpferischen” Fraktion.

Bonini spielt das Thema in “ACAB” prima durch, diese Zweiteilung in die Rechte “der Straße” und die Schweine-Politiker “da oben” und zwar, das ist ja das Verstörende an dem Buch, mit ganz nahem Blick auf beide Seiten: auf der einen Seite die Polizisten, die sich von der parlamentarischen Rechten verraten und verkauft fühlen, weil sie jeden Sonntag in eine Schlacht geschickt werden, welche die da oben zu verantworten haben, von denen sie aber im Gegenzug keine Deckung erwarten dürfen, wenn “mal was schief läuft”. (Bonini zitiert ja die Untersuchungen nach dem G8-Gipfel in Genua wie auch die ganz offensichtlich falsche Beschuldigung eines Gewalt-Ultràs gegen einen Polizisten vor Gericht – in beiden Fällen wurden die Staatsbediensteten von ihren Vorgesetzten und politisch verantwortlichen fallengelassen, wie eine heiße Kartoffel.) Auf der anderen Seite halten die Skins, Hools und anderen Nazis der Straße von den diversen Finis, Bossis und Berlusconis natürlich überhaupt nichts. Aber beide würden gern mal so richtig aufräumen in dem Dreckstall – exakt das Grundgefühl der 20er Jahre in Italien, Deutschland und Spanien.

Erode: Frana La Curva

Nun, ich muss hier anmerken, dass der Begriff “Faschismus” in Italien anders gehandhabt wird als in Deutschland und aus verschiedenen Gründen die Hemmschwelle, sich als “Faschisten” zu bezeichnen, nicht nur deutlich niedriger ist als in Deutschland, sondern man auch keinerlei moralische Sanktionen zu erwarten hat. Nehmen wir als ein Beispiel nur Milan-Torhüter Christian Abbiati, der letzten Herbst seine Bewunderung für den Faschismus deutlich machte. Der Duce wird von vielen immer noch als “der gute Onkel” gesehen, der für “Recht” und “Ordnung” gesorgt hat, der keinen Krieg wollte und unter dem Italien noch funktionierte und man darauf “Stolz sein konnte”. Dem gegenüber stehen die heutigen Politiker, auch rechter Provenienz, die von Gian Antonio Stella und Sergio Rizzo als “Kaste” beschrieben werden, weltfremd, korrupt und ineffizient. Eine Einschätzung, der sich auch die “Rechten der Straße” anschließen, die sich eher auf Menschen wie Luigi Freddi berufen, dessen Beitrag in “Il fascio” vom 20.11.1920 deutlich eher dem Empfinden der Straße entspricht:

“Der Faustschlag ist die Synthese der Theorie… Der gut gesetzte Faustschlag setzt jeder sinnlosen Polemik ein Ende, zum vollen Vorteil der Kürze und der Kraftersparnis. Es gibt nichts präziseres. Nichts ist eine stärkere Zusammenfassung als ein Pistolenschuss. Er erreicht das Ziel noch mit der Anfangsgeschwindigkeit von 300 Metern pro Sekunde. Und schliesst seine Arbeit sofort ab, ernsthaft… Höchst effizient, weil er die Möglichkeit einer weiteren Fortsetzung der Diskussion für immer ausschließt.”
“Il pugno è la sintesi della teoria… Il pugno ben assestato tronca di colpo la polemica inutile, a totale vantaggio della brevità e dell’economia. Nulla di più sintetico. E nulla di più sintetico del colpo di rivoltella. Arriva a destinazione colla velocità iniziale di trecento metri al minuto secondo. E conclude subito, seriamente… Efficacissimo perché evita per sempre il riaprirsi della discussione.”

Aurora: Ragazzi di Buda

Nicht umsonst findet sich die oben zitierte Passage aus den Anfangsjahren eines von vielen noch als “rein” und “unkorrupt” und “kräftig” verherrlichten Faschismus in einem 29-seitigen Manifest der Lazio-Ultràs: “Ultràs: oltre il tempo. Storie di barricate e lacrimogeni”. Das Pamphlet wurde am 23. Februar 2008 bei Roberto Sabuzi, 41 Jahre, Lazio-Fan, gefunden. Besser bekannt als “Er Capitano”. Entscheidend ist nicht die Tatsache, dass rechte Ultràs sich in einer theoretischen Schrift äußern, die absolut neue Qualität ist, dass sich ein neuer “Faschismus der Straße” organisiert, ideologisch begründet und bewirbt. Ein Manifest, das Bonini selbst so beschreibt:

“Eine Umarmung einer ursprünglichen Idee des Faschismus, aus den Anfangstagen, mit dem anarchischen Widerstandsgeist; die Notwendigkeit einer neuen Art von Illegalität in den Kurven, welche die ursprüngliche Bedeutung des Ultra-Gedanken wiederbelebt und dabei die neuen Stoßrichtungen verbirgt, die sich von diesem Gedanken inspirieren lassen; die Notwendigkeit, aus dem ‘Ghetto’ des Stadions herauszutreten und die ‘Revolte’ in die Straßen hinauszutragen.”
“un abbraccio tra una forma di fascismo primordiale, delle origini, e il ribellismo anarchico; l’urgenza di una nuova forma di ‘clandestinità’ nelle curve che recuperi le origini del ‘pensiero ultras’ rendendo invisibile le nuove sigle che a quel pensiero si ispirano; la necessità di rompere il ‘ghetto’ dello stadio per esportare nelle piazze ‘la rivolta'”

Aktion statt politische Machtübernahme also. Zurück zu den Wurzeln. Roher, gewalttätiger, revolutionärer Kampf auf den Straßen. Abkehr von der als korrupt und weich empfundenen parlamentarischen Rechten. Das alles unter Widerbelebung des originären Ultrà-Gedankens (Zusammenhalt, Treue, Ehre) und unter Ablehnung all dessen, was sich im Moment so mit dem Label “Ultrà” schmückt. Einfachheit, Wut, Impuls.

Intolleranza: Come il vento

Die parlamentarische Fraktion ist meines Erachtens auch weitgehend unwichtig für den in Italien zu beobachtenden Rechtsruck. Politiker – alle Politiker – werden in Italien weithin als käufliche und rückgratlose Schauspieler gesehen, die in Wolkenkuckuksheim hausen und zusehen, dass sie sich die Taschen vollstopfen können, korrupt, ineffizient, unglaubwürdig. Es ist ein in Deutschland gern nachgeplapperter Mythos, zu glauben, die dummen Italiener würden Berlusconi nicht durchschauen – die wählen den Psychozwerg, weil er der einzige ist, der irgendetwas bewegen kann, der einzige, der handlungsfähig ist. Es gibt einfach in Italien keine funktionierenden Alternativen (Prodi docet) und der italienische Wähler verhält sich da deutlich pragmatischer, als man das von Deutschland aus vermuten würde. Es ist genauso ein Mythos, dass die parlamentarische Rechte davon ausgenommen wäre: kein rechter Ultrà, kein Naziskin, kein “Cuore Nero” würde vermutlich behaupten, sich von den Salonfaschisten da oben vertreten zu fühlen.

Dente di Lupo: Calci e pugni

Italien ist nicht Deutschland. Und was in Deutschland einen Widerspruch bedeutet, muss hier noch lange keiner sein. Italien hat eine 2000jährige Tradition des Paktierens, Rumwurschtelns, Handaufhaltens, Geschäftemachens und ist weit weniger auf feste ideologische Systeme geeicht. Man kann das – je nach Blickpunkt – entweder als korrupt und opportunistisch bezeichnen oder eben als undogmatisch und pragmatisch. Der italiano medio hält sich nicht lange bei theoretischen Erwägungen auf, sondern sieht zu, mit welchen Allianzen er möglichst schnell und effizient an sein Ziel kommt. An der Stelle brauchen sich parlamentarische und kämpfende Rechte und genau so lange halten sie einander auch aus: Die Politiker brauchen das Fußvolk, um die Drecksarbeit zu erledigen und beispielsweise illegale Roma-Zeltlager abzufackeln – das Fußvolk braucht die Politiker, um ein Klima zu schaffen, in dem man ungestört Roma-Lager abfackeln kann. Das bedeutet nicht, dass sich beide Seiten nicht gegenüber zutiefst verabscheuen und mißtrauen.

Malnatt: Camicia Nera

Und solange bewegen sich die institutionelle politische Rechte und die radikale militante Rechte in schönster Symbiose durch den italienischen Alltag und ein Teil ihres unglaublichen Erfolgs ist eben (neben dem politischen Selbstmord der Linken natürlich) auch, dass es ihnen gelungen ist, die wütende Jugendbewegung und die gesetzte politisch etablierte Rechte wenn nicht zu vereinen so doch auf einen gewissen Waffenstillstand zu eichen. Und so wundern in Italien eben niemanden Fotos (siehe unten) auf denen die Mailänder Bürgermeisterin Moratti – immerhin Tochter des in Dachau ermordeten Partisanen Paolo Brichetto Arnaboldi – lächelnd auf einem Foto abgebildet wird mit Roberto Jonghi Lavarini, dem Gründer des Mailänder Neonazi-Zirkels “Cuore Nero” zeigt, Brennpunkt der militanten Rechten und seit jeher gefördert von den Oberen der “Alleanza Nazionale”. Von Lavarini (genannt “der schwarze Baron”/”il barone nero”), Führer des Kommittees “Destra per Milano” und Unterstützer der südafrikanischen “germanischen Rechten”, existieren noch weitere Fotos. Mit Europaminister Ronchi zum Beispiel.

ZetaZeroAlfa: Blocco Studentesco

Es war ebenjener Lavarini, der gemeinsam mit Alessandro “Todo” Todisco, Führer der Inter-Ultràs “Irriducibili” und der Hammerskins das erste rechte centro sociale Mailands gründete. Gegen “Todo” wird ermittelt wegen seiner Beteiligung beim Angriff der Ultràs auf römische Polizeikasernen nach den Todesschüssen auf den Lazio-Fan Gabriele Sandri im November 2007. “Die Nazis waren unsere Alliierten und wir respektieren sie.”. Sagt Todisco. Vermutlich würde Lavarini ihm nicht wiedersprechen, der im übrigen fleißig Kontakte mit der deutschen NPD und anderen rechten europäischen Parteien pflegt.

ZetaZeroAlfa: In dubbio mena

Und weiter geht es im faschistischen Grassroots-Manifest der Lazio-Ultràs:

“Wir sind römische Ultràs und wir möchten unser Unbehagen (manchmal Ekel) gegenüber einer Umwelt ausdrücken, der wir uns nicht mehr zugehörig fühlen. (…) In der Erbarmungslosigkeit und der Härte mit der die Repression durch die Dealer des ‘Opiums für das Volk’ (Fußball) angewandt wird, von den Gärtnern der sozialen Unkultur, der Hinterhältigkeit der Pseudo-Ultràs, vor dem Gott Geld, lösen sich Verbindungen auf, die gestern noch ewig schienen und bewirken unheilbare Brüche.”
“Siamo ultras romani e vogliamo manifestare il nostro disagio (a volte disgusto) nei confronti di un ambiente che non ci appartiene più (…) Nell’inesorabilità e nella durezza di una repressione invocata dagli ‘spacciatori dell’oppio dei popoli’ (il calcio), dai seminatori di incultura sociale, dalla meschinità degli pseudo-ultras, di fronte al Dio denaro, legami fino a ieri indissolubili si sciolgono provocando fratture insanabili”.

Eh già, Pseudo-Ultràs und der Gott Geld. Vor dem Hintergrund wundere ich mich überhaupt nicht mehr, welche Sprengkraft “Ultràs: oltre il tempo. Storie di barricate e lacrimogeni” in den Römer und Napoletaner Kurven hatte. Eine radikal verkürzte Zusammenfassung gegen alles, was in Politik, Kurve, Fußball als unausstehlich empfunden wurde und, was noch besser ist, eine Handlungsanweisung.

ZetaZeroAlfa: Nero Bianco Rosso

Nach dem Brandanschlag auf “Cuore Nero” am 11.04.2007 bedanken sich die Männer aus dem Kiez Maggiore-Friedhof für die Unterstützung der Parlamentarier Paola Frassinetti, Alessandra Mussolini und Mariastella Gelmini und besonders bei Carlo Fidanza, Vizepräsident der “Azione giovani”. Man braucht einander. Mehr noch aber braucht man die “Jungs aus der Kurve”. Und so gibt es einige Überschneidungen zwischen den führenden Köpfen der Mailänder Neonazis und den Capos der beiden Mailänder Kurven: Luca Cassani, Ex-Fossa dei Leoni und heute bei den Guerrieri (Milan). Alessandro “Peso” Pozzoli, Ex-Alleanza Nazionale und Fossa dei Leoni, heute ebenfalls Guerrieri. Alberto Pozzoli, Ex-Capo der Inter-Ultràs, angeklagt für Brandanschlag auf ein Roma-Zeltlager im Dezember 2006. Und das ist nur Mailand…

“Der bewussteste Kern der Lazio-Ultràs verfügt über einen theoretischen Hintergrund, der ihn dazu befähigt, in dem mythisch-faschistischen Gruppengeist die Essenz eines Verhaltens zu erkennen, die eine Antwort sein will, im stolzen Bewusstsein der Existenz einer beliebigen politischen Sterilität (die ‘Politik’ wird von den Rebellen abgelehnt als Ort von düsteren Spielen vom Typ Kapitalismus und Merkantilismus, notwendigerweise in Logiken der Akkumulation von Kapital aus Intrigen und Lügen verfallen.”
“Il nucleo più consapevole degli Ultras Lazio (…) ha un retroterra teorico che lo porta ad identificare nello squadrismo mistico-fascista l’essenza di una condotta che vuole essere una risposta, nella fiera consapevolezza di una sterilità politica contingente (la ‘politica’ è rifiutata dai ribelli in quanto luogo di tenebrosi giochi di tipo capitalistico e mercantilistico, inevitabilmente scaduti a logiche di accumulazione di denaro fondate su intrighi e menzogne)”.

Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kömmt drauf an, sie zu verändern.

Legittima Offesa: “Legittima Offesa”

“Wir schätzen, ohne jeden Zweifel, sehr unsere Mitstreiter mit denen wir die radikalistische Einstellung teilen, die Barrikadenkämpfer-Mentalität, die diese nicht zufällig in erster Reihe im Kampf sieht, neben den Unterdrückten und Ausgeschlossenen (…) Für die Jungen der faschistischen Trupps von 1919 und 1920 hieß das eine Rebellion gegen Uniformen, Moralvorstellungen, gegen die Scheinheiligkeit und die Schwäche des Bürgertums. Und so brauch man sich nicht wundern, dass wenn der Ruf zu den Waffen ertönt, der Kampfruf, wie eine Herausforderung an die gesamte antifschistische Welt, dieser der klassische ‘Duce, Duce’ bleibt.”
“Riserviamo stima, senza ombra di dubbio, a quei ‘compagni’ di cui condividiamo la mentalità radicalista, barricadera, che li porta non a caso in prima fila nella lotta a fianco degli oppressi e degli emarginati (…) Per i giovani delle squadre fasciste del 1919 e del 1920, il farsi fascisti divenne una ribellione ai costumi, alla morale, alle ipocrisie e alle debolezze della borghesia. Non può così stupire che quando parte ‘la carica alle guardie’ il grido di battaglia, come una sfida intera al mondo antifascista, rimane il classico ‘Duce, Duce'”.

ZetaZeroAlfa: Fronte dell’essere

Man muss nicht nachfühlen, was in diesen Köpfen vorgeht, man darf es nicht gutheißen und man darf davor nicht resignieren. Was man aber auf keinen Fall tun darf, ist die angry young men da draußen zu ignorieren, das ging in den 20er und 30er Jahren in Deutschland und Italien schon einmal gründlich schief. Nicht umsonst mehren sich die Stimmen kritischer Journalisten und Filmemacher, die sich ganz hervorragend mit dem Phänomen rechter urbaner Gewalt auseinandersetzen. Carlo Bonini, der Filmemacher Claudio Lazzaro (“Nazirock”), Mario Capello (“Ho il Cuore Nero”) oder Paolo Berizzi (“Bande Nere”), um nur einige wenige zu nennen. Lazzaro und Bonini hat das den Vorwurf des Stockholm-Syndroms eingebracht – der zu großen emotionalen Nähe zum Sujet. Ich wüsste nicht, wie man sich einer so instinktiven, primäremozionalen, reinen Wut anders oder besser nähern könnte. Sie zu bekämpfen, ohne sie zu begreifen wird nicht funktionieren. Im wirtschaftsschwachen, korruptionsgeplagten, intellektuell gelähmten Italien bahnt sich die Wut einer marginalisierten Generation von unten einen Weg, gegen deren Auswirkungen die etablierte politische Rechte wie ein langweiliger Haufen von Chorknaben erscheint.

Denk einfach mal nach, Michelangelo. Heute bist du hier, um jemandem in den Arsch zu treten, der die Wiedereröffnung der Müllkippe verhindern will. Sonntags bist du im Stadion kurz davor von Jungs voller Gift gelyncht zu werden. Unter der Woche reinigst du die Fußwege bei Bedarf von Nutten und illegalen Ausländern, richtig? Dann, vielleicht, kommt noch irgendein Sozialzentrum mit rein oder irgendeine besetzte Schule. Jeden Tag nimmst du eine homöopathische Dosis Wut in dich auf. Vielleicht in der Erwartung, dass dir irgendjemand, jedenfalls ab und zu, mal kurz den Beißkorb abnimmt. Wie lange kann das noch so weitergehen, Michelangelo, eh? Wie lange kann das noch so weitergehen?
– Nicht lange, glaube ich.
– Also verteidige dich.”

(Carlo Bonini: A.C.A.B. Einaudi, 1009, S. 186)

In dubbio mena. Im Zweifel einfach zuschlagen.