Kürbissuppe

Wild Kochen – Manifest

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Kochen ist eine Leidenschaft von mir und ein großer Garten liefert die Zutaten. Seit ich mit dem Rauchen aufgehört habe, achte ich verstärkt auf meine Ernährung und habe in den letzten paar Monaten fast 20 kg abgenommen. Zeit, mein Konzept des „wild kochen“ vorzustellen: Wenn ich für Freunde koche dann durchaus konventionell, für mich selbst probiere ich aus, kombiniere Geschmacksrichtungen und Zutaten, lasse mich inspirieren. Ich weiss, was mir schmeckt und habe eine gewisse Vorstellung, was zusammenpasst und was mir schmeckt. Im Sommer liefert mein italienischer Garten die Zutaten, im Winter lasse ich mich vom Kühlschrank inspirieren. Wichtig beim wild kochen ist ein gewisser Mut, neues auszuprobieren – schlimmstenfalls wirft man das mißlungene Ergebnis einfach weg, was soll passieren…wichtig beim wild kochen ist es, immer noch eine Tiefkühlpizza in der Hinterhand zu haben. Essen ist weit mehr als Nahrungsaufnahme – es ist soziales Ereignis, Anregung für die Sinne, Mittel, die Körperfunktionen zu regulieren und die Stimmung zu beeinflussen. Und vor allem soll es Spaß machen. Man muss sich also inspirieren lassen – Regeln gibt es natürlich keine! Allerdings halte ich mich an ein paar selbstgestrickte Vorgaben:
  • Nur frische Zutaten verwenden! Wer keinen Garten hat muss trotzdem nicht zu Fertigprodukten greifen.
  • Auf den ersten Blick ungewöhnliche Kombinationen sind das Spannende! Keine Angst beim Zusammenrühren scheinbar erstaunlicher Kombinationen.
  • Das Verwenden von „Resten“ ist ausdrücklich Teil der Strategie! Einfach den Kühlschrank aufmachen und nachschauen.
  • Möglichst wenig tierische Fette, keine Butter, Schwein und Rind nur im Notfall oder bei akuten Entzugserscheinungen.
  • Lieblingszutaten können überall mit rein! Bei mir sind das Knoblauch und Peperoncini, die eigentlich nie fehlen dürfen.
  • Nicht bei Lieblingsrezepten stehenbleiben! Kein Rezept ist so perfekt, dass es sich nicht mehr verbessern ließe.
  • Kochbücher bleiben im Schrank! Einfach drauf hören, wozu man gerade Lust hat.
  • Nichts aufschreiben (außer für’s Blog)! Die Erinnerung reicht völlig aus und schützt vor langweiliger Widerholung.
  • Schnelle Rezepte und keine Vorbereitung! Stundenlange Vorbereitung und seltene Zutaten sind langweilig und hindern die Kreativität. Außerdem ist es nicht schön, wenn man das Ergebnis stundenlanger Arbeit wegwerfen muss.
  • Nichts vom oben genannten zu Ernst nehmen! Herd an und los!
Wichtig ist, dass die Beschäftigung am Herd Spaß macht. Eine ordentliche CD in das Küchenradio und los geht’s – Musikauswahl hat einen sehr interessanten Einfluss auf die Ergebnisse. Ich bin im Moment Single, brauche also auf niemanden Rücksicht zu nehmen bei meinen Experimenten, für die Familie darf man natürlich deren Wünsche mit in Betracht ziehen. 😉 Dafür ist mein Kühlschrank meist traurig ausgestattet – wild kochen ist also aus der Not geboren, mangelnde Einkaufsorganisation und den Wunsch nach gutem Essen zusammenzubringen. Keine Lust auf Zwiebelschneiden? Zwiebelringe sind genauso prima! Kein Gemüse da? Zwiebeln kann man mit Apfelstücken gemeinsam glasig garen, das bringt einen hervorragenden Geschmack und ist Basis für hunderte von Variationen. Naja, jedenfalls nehme ich mir vor, an dieser Stelle ein paar gelungene Ergebnisse männlichen Spieltriebs vorzustellen. Ich hoffe, das Lesen macht Spass und wenn ab und zu mal jemand mein Zeugs nachkocht, so freue ich mich natürlich über Kommentare, Anregungen, Vorschläge. Anything goes!