Arminia Bielefeld - Darmstadt 98

Vorab-Veröffentlichung: „Das Wunder von Bielefeld“

Vorab-Veröffentlichung: „Das Wunder von Bielefeld“: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
4,77 von 5 Punkten, basierend auf 13 abgegebenen Stimmen.
Loading...

„Scheiß AFD“ 13 – Das Fanzine der Usual Suspects Darmstadt erscheint voraussichtlich am ersten Augustwochenende 2014. Vorab der Bericht der Usual Suspects zum Relegationskrimi auf der Alm.
19.05.2014, Relegation zur 2.Bundesliga
Arminia Bielefeld – SV Darmstadt 98 2:4 n.V. (0:1;1:3)
Alm, Zuschauer: 26.000 (2.200)
Die Ausgangslage war dem geübten Europapokalarithmetiker klar: Eine 1:3 Niederlage im Hinspiel in Darmstadt bedeutete mindestens drei nötige Tore auf der Alm, um im letzten Spiel der deutschen Profifußballsaison die Ligenzusammensetzung nochmals durcheinander zu wirbeln.
Es gab tatsächlich Einzelfälle, die sich nach dem Freitagsergebnis eine „Bus-Schwalbe“ leisteten und aus fadenscheinigen Gründen Ihre Mitfahrt absagten. Eine bodenlose Frechheit gegenüber den Organisatoren der 17 Busse, die am Mittag größtenteils am Böllenfalltorparkplatz zum Einstieg bereit standen. Glücklicherweise blieben wir selbst weitgehend von diesem Problem verschont, konnten dem leicht überbuchten FCBW-Bus aber doch spontan mit zwei Plätzen aushelfen. Der Doppeldecker in Richtung der Stadt, die es gar nicht gibt, also voll wie hoffnungsfroh, besondere Ereignisse blieben unterwegs auf der blau-weiß gefärbten Autobahn aus -lediglich das mangelnde Orientierungsvermögen unseres Chauffeurs führte uns überraschend für die Sicherheitsbehörden von Norden aus in die Ostwestfalenmetropole und ohne die sonst obligatorische Bewachung bis kurz vor das Stadion.
Hier warteten wir mit Spannung auf den Auftritt der „Wahnsinnigen“, wie sich das Lilienteam zuletzt begonnen hatte selbst zu nennen. Am Vortag um 9 Uhr morgens war die Mannschaft nach Bielefeld aufgebrochen. Zuvor hatte eine etwa 30-köpfige Delegation aus einem Querschnitt der Fanszene die Jungs nochmals eingeschworen und klar gemacht, dass wir allesamt noch an die Minimalchance glauben wollten. Dirk Schusters Antwort „Wir wiegen die Öffentlichkeit und die Bielefelder nur in Sicherheit. Wir werden uns dort still von hinten anschleichen und Ihnen das Messer in den Rücken stechen!“ brachte den Mob zur Busabfahrt zum Johlen. Doch sollte es heute tatsächlich so laufen? Oder sollte dieser Satz lediglich ein cooler Spruch ohne Belang bleiben? Der Gästeblock, einschließlich des angrenzenden Sitzplatzbereiches zeigte von Beginn an unmissverständlich, dass am Vortag keine leeren Worte gesprochen wurden. Und die Mannschaft tat es dem Anhang gleich. Wo auf dem Feld schon von der ersten Sekunde an der Motor auf Hochtouren jaulte, erwiesen sich die Sitzschalen auf der Tribüne als völlig überflüssig. Wo sich die Eckballstatistik unaufhörlich zu Gunsten der Lilien in die Höhe schraubte, schossen bei Klatscheinlagen gefühlte Millionen Hände in die Höhe. „Die Mitmachquote ist ’ne Frechheit!“, sollte einer der ironisch-begeisterten Kommentare bei Durchsicht der Fotos auf der Heimfahrt werden. Es dauerte bis zur 23. Minute, ehe Stroh-Engel die vagen und selbsterschaffenen Hoffnungen der Fans mit Fakten befeuerte: Ein satter Schuss aus 20 Metern schlug unhaltbar in der unteren Ecke des Bielefelder Tores ein. Ein Jubel, ein Roar, hier war es, das frühe Tor, das ganz viele andere öffnen könnte. Der auf der Hinfahrt gestrickte Masterplan einer zwei Tore Führung zur Halbzeit ließ sich trotz Supportbemühungen und weiterer Lilienangriffe jedoch nicht erfüllen. Ein weiteres frühes Tor nach dem Pausentee wäre nötig, um die Flamme am Lodern zu halten, so die einhellige Meinung am Bierstand.
Früh und motiviert betraten die in Orange gekleideten Lilienkrieger den Almrasen zum Wiederanpfiff. Die Fanszene hatte sich heute entschlossen alle Register zu ziehen, um Team und Stimmung anzuheizen: Kiloweise Pyrotechnik erleuchtete die vorderen Reihen des Gästeblocks. Während man ein ums andere Mal beschwört, dass bei gewissenhaftem Umgang einem legalen Gebrauch im Stadion nichts entgegen stünde, hatte sich an diesem Tage ein einzelner Dünnbrettbohrer wohl geschworen das Gegenteil zu beweisen. Anders kann man sich nicht erklären, wie man auf die bescheuerte Idee kommen kann, eine brennende Fackel zwischen zwei übereinander hängenden Fahnen durch den Zaun zu schieben und auf den Asphalt vor dem Gästeblock fallen zu lassen. Das leichte Anheben der oberen Fahne brachte bei diesem Vorgang natürlich gar nichts, ehe man sich versehen konnte, waren die obere (unsere!) sowie die untere GBB-Fahne von der Flamme erfasst. Ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit sprangen mehrere Leute durch die Menschenreihen an den Zaun, um gegen das Feuer anzukämpfen. Willenlos wurde auf die unhumanen Zaunspitzen eingeschlagen, um die Flamme tot zu kriegen. In unserem Falle mit einem relativen Erfolg, 95% des Stoffes gerettet zu haben. Die GBB-Fahne ging dagegen komplett in einen anderen Aggregatszustand über. Ein Schock verbreitete sich im unteren Drittel des Gästeblocks. Völlig von der Situation überforderte, ratlose Blicke, Personen die den Block verließen, ein Verletzter, der aufgrund des Kampfes mit dem Zaun stark aus der Hand blutete.
Eine unübersichtliche Lage, wer war überhaupt noch drinnen? Das Spiel lief wieder. Was war mit dem Support des Teams? Wie konnte das passieren? Welcher Idiot hat unsere Fahne angesteckt? Fragen über Fragen, und keine Lösung. Keiner dachte überhaupt mal daran sich den Schaden genauer anzusehen. Unser Märtyrer wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, aber schon vorsichtige Entwarnung: Nur eine Fleischwunde, genäht werden musste sie aber. Mitten in die verwirrte Lage platzte ein Jubelschrei im konsternierten Gästeblock – Hanno Behrens hatte für das schnelle Tor gesorgt, das vor 20 Minuten noch unser größter Wunsch gewesen war und durch die einzelne Dummheit plötzlich ganz weit entfernt lag. Unabhängig davon war schnell klar: Die Mannschaft und diesen Block im Stich zu lassen ist keine Alternative. Diese Fahne hängt nur, weil es diesen Verein gibt, wir sind nur da, weil es diesen Verein gibt und weil wir ihn unterstützen wollen. Das ist die oberste Priorität, auch wenn die emotionale Lage in diesem Moment unbeschreiblich war. Komplette Leere und die schwerste Situation, die man sich als Fußballfan nur vorstellen kann. Es passiert gleichzeitig das geilste und das schlimmste, was man sich in seinem Fanleben je hätte träumen lassen darauf gibt es keine Standardreaktion, kein Gefühl und kein Wort das dazu passt – du weißt ja nicht mal, was Du gerade fühlen sollst – und wenn Du es nicht mal selbst weißt, was ist dann erst mit den Leuten um Dich herum? Einer nach dem anderen kehrte in den Block zurück, mittlerweile stand es nur noch 1:2, der Anschlusstreffer war kurz darauf gefallen, durch die Europapokalregel aber fast irrelevant, drei Buden brauchten wir so oder so, das konnte keinen wirklich schocken. Eher mechanisch wurden die Supportbemühungen wieder aufgenommen. Man hat es ja 100x gemacht und weiß was zu tun ist, auch wenn sonst die Emotionen den Support anleiten, wir wären schon in der Lage als Theoretiker zurück ins Spiel zu finden. Es funktionierte, dank eines Blocks und Auswärtspublikums das dermaßen in die Haarspitzen motiviert war, dass es über alles hinwegsehen wollte, solange nur die Mannschaft unterstützt würde. Da haben Leute Lieder gesungen, die man nie singen hört und erst Recht nicht diese Texte. Und es funktionierte dank eines aufbauenden Zusammenhalts. Keine gegenseitige Häme, Schuldzuweisungen oder Diskussionen. Es war geschehen, nicht zu ändern, ein anderes – noch höheres – Ziel zu erreichen. Trost und aufrichtende Worte, wiederum von Leuten, von denen man derartiges niemals erwartet hätte, ja, die vielleicht im normalen Leben die größten Pyrokritiker der Welt sind.
Die Minuten rannen dahin, die Lilien erspielten sich ein um die andere Chance, doch der nächste Torerfolg, der die Tür zur Verlängerung geöffnet hätte, wollte nicht kommen. Doch die Jungs rannten und kämpften als gäbe es kein Morgen mehr, „wo andere Eier haben, haben die Darmstädter Handgranaten“. Ein weiteres treffendes Zitat des Abends. Und sie verdienten es sich: Ein Bielefelder klärt nicht richtig, Jerôme Gondorf fällt 24 Meter vor dem Kasten der Ball in die Füße, und mit der Selbstverständlichkeit als wäre er gerade der Übungsleiter beim F-Jugendtraining der SKG Roßdorf jagt er den Ball per Dropkick an Ortega vorbei ins Gehäuse. Unfassbar! 2.000 Menschen purzeln wild durcheinander, ihr Gebrüll verschmilzt zu einem einzigen Schrei, der durch Ostwestfalen hallt wie ein Donnerschlag. Gibt’s nicht. Was unmöglich schien ist Fakt: Wir haben ausgeglichen, alles wieder auf Null, ja noch besser: Jetzt sind wir das Auswärtsteam! Jedes weitere Tor zählt doppelt für uns. Dessen bewusst lassen es die Heinerstädter nicht auf sich beruhen und versuchen tatsächlich in den verbleibenden zehn Minuten noch das vierte Tor nachzulegen. Trotz Möglichkeiten ohne Erfolg. Egal, die Verlängerung ist mehr als alles, was wir uns realistisch hätten erträumen können. Und dennoch bleibt die Leere im Bauch über den Schock in der Halbzeit. Aufmunternd, dass der frische genähte Feuerkämpfer vom Taxi rechtzeitig zur Verlängerung schon wieder im Stadion abgeliefert wurde.
Die Lilien legten es sofort wieder darauf an zur -der Spielkleidung entsprechenden -„Bestia Orangina“ der Arminia zu werden. Die meisten Spieler rackerten als wären sie gerade auf das Feld gekommen und nicht in der Verlängerung des 43. Pflichtspiels der Saison. Allen voran das Duracell-Häschen Marco „Toni“ Sailer, das selbst mit angerissenen Bändern und fit gespritzt mehr Zweikampfeinsatz zeigt als der komplette HSV in 34 Spielen. Doch plötzlich blitzte die grausame Effizienz des DSC, die uns schon das Hinspiel zur Hölle gemacht hatte, wieder auf: Keiner wusste so wirklich warum, ein Schuss fand den Weg in unser Tor. Nur noch 2:3, ein Elfmeterschießen nicht mehr möglich. Der Gästeblock erstarrte kurz, aber Einzelne an allen Ecken wiegelten die Leute auf, wollte man sich nicht auf die Elferlotterie verlassen, wäre ohnehin ein vierter Treffer nötig gewesen -und der langt nun mal immer noch, 1:4 oder 2:4? Für uns heute völlig egal! Der Support brandete wieder auf, man hörte den Stimmen die Heiserkeit und die Ermüdung an. Doch aufstecken wollte keiner, nicht heute, nicht an diesem wahnwitzigen Tag, an dem alles möglich schien, selbst die Existenz von – oder gar einem Wunder in – Bielefeld. Fünf Minuten bis zum finalen Pfiff: Dirk Schuster zog den letzten Joker. Elton da Costa, gefühlte 40 Jahre alt, schon Lilienspieler als unsereins noch die Schulbank drückte und eigentlich ein potentieller All-Time Hero in blau und weiß, wären da nicht die angeblichen „Bauchschmerzen“ vor einem Abstiegsklassiker vor zehn Jahren sowie das zwischenzeitliche Engagement bei den Offenbacher Kickers gewesen. Doch eben jener Deutsch-Brasilianer erlebte in den letzten Wochen seinen vierten Frühling und ist eben immer mal für ein Tor gut. Aber wie sollte es fallen? Waren die Bielefelder nicht langsam auf diese nimmermüden Verrückten aus Südhessen eingestellt? Kriegen wir noch einen koordinierten Angriff zu Stande? Stroh-Engel, Stegmayer, immer wieder Distanzschüsse ins Nichts des riesigen Fangnetzes vor der Hintertortribüne. Die 120. Minute ist abgelaufen, dank einer vom Bielefelder Keeper provozierten Verletzungspause kündigt der vierte Offizielle zwei weitere Minuten dieses Thrillers an. Es folgt ein weiterer wenig versprechender Angriff auf den 16er der Arminen: Mit Kopfballstafetten nähern sich die Lilienkicker dem Kasten. Das kann ja nichts werden, wohin soll das führen? Harte Luftduelle, der Ball titscht nach mehreren Sekunden erstmals wieder auf den Rasen auf, 25 Meter vom Tor, direkt vor die linke Klebe des alten Mannes mit den südamerikanischen Wurzeln. Nein, nicht noch einer ins Fangnetz!
JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA AAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!
Du hängst im Zaun, um Dich herum tosender Lärm, du weißt, dass du schreist, aber Du hörst Dich selber nicht, Tränen schießen Dir in die Augen, nach den letzten zwei Stunden weißt Du gar nicht mehr, ob vor Freude, Wut, Erleichterung, Überforderung oder ganz einfach nur, weil es allen um Dich herum genauso geht. Hasserfüllte Blicke von den Arminiafans nur wenige Meter vor Dir sind völlig egal, Ihre Plastikbecher, die auf Dich einprasseln eben so, sollen Sie mir den Schädel brechen, was soll uns heute schon noch passieren? Vielleicht ein Gegentor! Der völlig fremde Typ im Hemd neben mir auf dem Zaun wird plötzlich und ungewollt zu meinem besten Freund und Psychiater und ich zu seinem. Bielefeld bekommt noch einen Freistoß, auch Ihr Keeper eilt nach vorne. Mein neuer Kumpel liegt mir im Arm, gemeinsam beten und beschwören wir alle Götter, die uns spontan einfallen, dass dieser Ball in der 124. Minute dieses Fußballkrimis einfach nur schleunigst aus dem Strafraum der Lilien, ja, im Grunde einfach aus dem Stadion in irgendeine andere Welt verschwinden solle. Die Götter sind uns nicht gnädig, der Ball segelt gefährlich in den Sechzehner, genau auf die Stirn des stürmenden Keepers und von dort an den nächsten Arminen, der die Kugel an unserem Keeper vorbei bringt. An den Innenpfosten!! Der Ball springt durch den Fünfmeterraum, abgeblockt, wieder da, abgewehrt, rausgeschossen, weg, weit weg, raus aus dem Sichtfeld, runter vom Spielfeld!. Die Götter hatten nur Verspätung. Schiri Drees reckt beide Arme nach oben, und zeigt zur Mitte des Platzes, sein Pfiff geht unter im einsetzenden Jubel um uns herum. Fassungslosigkeit ob des Erlebten. Es folgen die üblichen Feierszenarien bei solchen Gelegenheiten, doch sie können diesem Spiel niemals gerecht werden. Hätte ich die Fahrt hierher abgesagt, ich hätte mich umgehend daheim vor dem Fernseher erschossen.
Nach und nach findet sich unsere Gruppe wieder zusammen, die Feierlaune hält sich nun wieder etwas in Grenzen, Freude ist da, aber doch mit angezogener Handbremse. Wie geil hätte dieser Tag erst ohne den besagten Vorfall sein können? Wir marschieren gemeinsam zum Bus, auf der Straße inmitten der Feierlichkeiten geht Feuerwerk in die Luft, passend aber doch irgendwie etwas irritierend. Die einen verladen erstmal Getränke, verteilen das letzte kühle Bier, drei andere begeben sich ins Obergeschoss des Doppeldeckerbusses und öffnen ängstlich die Fahnentasche. Die Fotos, die aus dem TV auf unsere Handys gewandert waren, machten Sorgen. Ganz schön viel Stoff übrig, für das was wir da erwarteten. An den Bussitzen wird das gute Stück festgebunden, ausgebreitet und aufgehängt. Wollt Ihr uns eigentlich verarschen? Ja, da ist ein mit Nichten zu übersehendes Brandloch in der Mitte. Aber sonst fehlt nichts. Wir hatten uns bei der panischen Abhängaktion offenbar die Fahne an den Zaunspitzen aufgeschlitzt, was die spektakulären Fotos „befeuerte“. Gerade gehalten fällt alles wieder in seine ursprüngliche Lage, nichts was ein paar Minuten mit Nadel und Faden nicht vergessen machen könnten. Unvermittelt müssen die drei Oberdeckbewohner grinsen und hissen den Banner an der Scheibe, wenig später herrscht auch vor unserem Bus die verbreitete Jubelstimmung. Ja, hundspeinlich sah’s aus. Ja, daraus muss man lernen. Und ja: Wir werden dieses Brandloch auf ewig behalten, als Erinnerung an diesen unglaublichen Montag, als Sinnbild für den absoluten Wahnsinn, als Teil unserer Geschichte, die positive wie negative Momente beinhaltet, die sich mitunter parallel abspielen.
Epilog: Die Rückfahrt mit ihren Anekdoten über die Suche nach Essen oder die Irrfahrt unseres Fahrers, der den Doppeldecker auf den letzten Metern über den Luisenplatz und am Schloss vorbei (für die Auswärtigen: Fußgänger-und Straßenbahnenzone!) nach Hause beförderte, werden nicht niedergeschriebene Teile unserer Geschichte bleiben. Bei Sonnenaufgang kurz vor Darmstadt aufzuwachen und am Bölle mit den etlichen Bussen einzufahren, die noch von der Nacht feiernden Gesichter vor der Lilienschänke zu erblicken, die zuvor zu 10tausenden die Innenstadt lahm gelegt hatten, einfach unglaublich und unwirklich. Eine kurze Foto-Botschaft aus unserem Block später bog der Mannschaftsbus um die Ecke und die Aufstiegsfeier ohne Handbremse konnte beginnen. Morgens, 5:30 Uhr in Darmstadt. Unbedarfte Brötchenholer und Frühschichtler staunten beim Vorbeifahren sicher nicht schlecht…