Davide van de Sfroos in concerto

Davide van de Sfroos – die Zweite

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Während ich an der akribischen Auswertung meines jetzt schon legendären Urlaubs im Cilento arbeite (watch this space!), hier der Aktualität wegen mal wieder ein Konzertbericht vom norditalienischen Folk-Gott Davide van de Sfroos… Denn es war mal wieder soweit, ein Jahr nach seinem letzten Besuch hier am Lago Maggiore machte der Folk-Phantast wieder halt in meinem lauschigen Eckchen am Lago Maggiore. Nicht wie letztes mal im überdimensionierten Stadio dei Pini sondern in der landschaftlich und akustisch deutlich reizvolleren Arena am Strand von Intra (Verbania). Davide hat hier im kalten Norden eine treue Fangemeinde und so war das Amphiteather direkt am Ufer des Lago Maggiore durchaus ordentlich gefüllt – von Familien mit Kindern, halbnackten Moshern vor der Bühne bis hin zu volksmusik-affinen Omis auf den Sitzplätzen. Was mir an dem Mann so gefällt, hab ich ja letztes Jahr schon geschrieben, auf der jetzigen Tournee stellt er größtenteils Sachen aus seinem aktuellen Album „Pica“ vor. 3 Jahre nach dem Vorgänger „Akuaduulza“ wurde das auch Zeit. „Pica“ ist im übrigen mal wieder Dialekt, „laghèe„, und bedeutet „picchia“ (klopfen) – eine Referenz an die Arbeit der Bergarbeiter aus Frontale (Ortsteil von Sondalo, Dorf der Alta Valtellina). Man kann also nicht sagen, dass es sich bei Davide immer um Fischer, Fälscher und Schmuggler dreht. Begleiter der aktuellen Tour sind internationale Künstler wie Jaime Scott Dolce, der „guitar hero“ aus New York, der es schafft, einen Sound aus den Wurzeln des Missisippi-Blues und Jimi Hendrix‘ Band Gypsy auf die Bühne zu bringen; Andrea Tavarelli (Bus) und Silvio Centamore (Schlagzeug) formen die für van de Sfroos ungemein wichtige Rhythmusgruppe und sind in der Lage, Dynamik und Klangreichtum der amerikanischen Südstaatenmusik zu evozieren. Michele Papadia, Pianist und Zauberer auf der Hammond-Orgel ist bekannt für unzählige Studioarbeiten mit Blues- und Jazz-Größen oder auch für die Mitwirkung bei Studioaufnahmen der Articolo31 und Jovanotti auf dem Album „Buon Sangue“. Anga Persico an der Violine steuert natürlich einen ganz großen Teil zum besonderen Reiz eines Davide van de Sfroos-Konzerts bei – seine Interpretationen bedeuten das Bindeglied zwischen traditioneller Musikkultur und moderner Interpretation. Link: Davide van de Sfroos bei mySpace Aber weil lesen im Internet langweilig ist und meine Texte viel zu lang hab ich mal wieder ein paar Fotos gemacht. Enjoy!