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	<title>Italien blog &#187; Rezepte</title>
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	<description>Betrachtungen eines Deutschen in Italien</description>
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		<title>Wild Kochen &#8211; K&#252;rbissuppe</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Nov 2007 11:53:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altravita</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Butternut]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p>Ein hervorragendes Beispiel f&#252;r die Philosophie des Wild Kochens ist mir letzte Woche passiert, in diesem kulinarischen Ausflug ist alles drin, was ich im Manifest dargelegt habe: Inspiration, Todesmut und Geschwindigkeit. Letztes Wochenende habe ich mit meinem Sohn ein sch&#246;nes gro&#223;es Feuer im Garten gemacht, eine hervorragende Freizeitbesch&#228;ftigung f&#252;r kleine und gro&#223;e M&#228;nner &#8211; es [...]</p></p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p>Ein hervorragendes Beispiel f&#252;r die Philosophie des Wild Kochens ist mir letzte Woche passiert, in diesem kulinarischen Ausflug ist alles drin, was ich im <a href="http://www.altravita.com/wild-kochen-manifest.php">Manifest</a> dargelegt habe: Inspiration, Todesmut und Geschwindigkeit.</p>
<p>Letztes Wochenende habe ich mit meinem Sohn ein sch&#246;nes gro&#223;es Feuer im Garten gemacht, eine hervorragende Freizeitbesch&#228;ftigung f&#252;r kleine und gro&#223;e M&#228;nner &#8211; es ist ja sowieso interessant, wie viele Gemeinsamkeiten 8-j&#228;hrige und 37-j&#228;hrige Kinder haben k&#246;nnen. Jedenfalls machen wir ein sch&#246;nes gro&#223;es Feuer, vom Kurzen beaufsichtigt, der nach Niederbrennen darauf hinweist, dass sich unter dem Haufen Gartenmaterial ein nun verkohlter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moschusk%C3%BCrbis" target="_blank">Birnenk&#252;rbis</a> befand (ich schmeisse jedes Jahr immer ein paar Butternut-Samen in ungenutzte Gartenecken). Ich also: &#8220;Och, den kann man noch essen&#8221; und er: &#8220;N&#228;, den kann man nicht mehr essen.&#8221; Kann ich nicht auf mir sitzen lassen!</p>
<p>Das armselige verkohlte Teil also in die K&#252;che und die verbrannte Kruste mit dem gro&#223;en K&#252;chenmesser entfernt. W&#228;hrend das K&#252;rbissch&#228;len roh fast unm&#246;glich ist, geht das bei heillos verbrannten K&#252;rbissen problemlos und leicht. K&#252;rbisfleisch w&#252;rfeln und mit reichlich Oliven&#246;l (Extra Vergine!) in den Br&#228;ter und ab in den Ofen &#8211; bei 200 Grad f&#252;r ca. 40 Minuten, ab und zu mal umr&#252;hren. In der Zwischenzeit Oliven&#246;l in den gro&#223;en Suppentopf, zwei rote Zwiebeln w&#252;rfeln und anbraten, dazu eine ganze Chili (Peperoncino aus dem Garten, ich mags gern scharf) ranschneiden. Ordentlich grob geschnittenen Knoblauch dazu. Um die Sch&#228;rfe etwas aufzufangen, sch&#228;le und w&#252;rfle ich noch 2 &#196;pfel und brate die gleich mit an&#8230;wenn schon ungew&#246;hnlich, dann richtig. Um etwas zwischen den Z&#228;hnen zu haben, schneide ich noch 300 g Putenfleisch mit dran, das ist eiwei&#223;reich und bringt kaum schlechte Fette mit &#8211; au&#223;erdem schmeckt es nach nichts und l&#228;sst sich mit allem gut kombinieren. Das ganze auf kleiner Flamme ca. 10 Minuten vor sich hink&#246;cheln lassen, dann ausmachen.</p>
<p>Nach 40 Minuten ist der K&#252;rbis soweit fertig, hoffentlich sch&#246;n weich und nicht verbrannt, und kann in den Suppentopf. Das ganze mit Wasser auff&#252;llen und zum Kochen bringen. Nach Geschmack Salz oder Br&#252;hw&#252;rfel dazu und kochen lassen. Dazu das ganze noch mit ein bissel Curry-Pulver (hot) auf exotisch getrimmt &#8211; ich habe ja keine Lust auf fades &#214;ko-Essen. Jedenfalls empfand ich das Ergebnis als eine hervorragende Herbstsuppe, der feine Rauchgeschmack des unkonventionell vorgefundenen Butternut-K&#252;rbisses stellt hier die besondere Geschmacksnuance dar. Nat&#252;rlich kann man das Rezept auch mit einem ganz handels&#252;blichen Butternut- oder Flaschenk&#252;rbis machen, aber dann w&#228;r&#8217;s ja kein Wild Kochen: etwas sehen, eine Idee haben, ausprobieren, sich &#252;berraschen lassen!</p>
<p><strong>Zutaten:</strong></p>
<p>1 Butternut K&#252;rbis, gesch&#228;lt und gew&#252;rfelt<br />
2 rote Zwiebeln<br />
2 &#196;pfel, gesch&#228;lt und gew&#252;rfelt<br />
1 Chilischote<br />
300 g H&#252;hner- oder Putenfleisch<br />
Oliven&#246;l<br />
Knoblauchzehen<br />
Currypulver<br />
Salz</p>
<p>&#8230;oder ganz was anderes.</p>
<p><img src="http://www.altravita.com/wp-content/uploads/2007/11/karbissuppe.jpg" alt="K&#252;rbissuppe" /></p>
<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wild Kochen &#8211; Manifest</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Nov 2007 11:12:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altravita</dc:creator>
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		<category><![CDATA[italienisch]]></category>
		<category><![CDATA[Kochen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p>Kochen ist eine Leidenschaft von mir und ein gro&#223;er Garten liefert die Zutaten. Seit ich mit dem Rauchen aufgeh&#246;rt habe, achte ich verst&#228;rkt auf meine Ern&#228;hrung und habe in den letzten paar Monaten fast 20 kg abgenommen. Zeit, mein Konzept des &#8220;wild kochen&#8221; vorzustellen: Wenn ich f&#252;r Freunde koche dann durchaus konventionell, f&#252;r mich selbst [...]</p></p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p>Kochen ist eine Leidenschaft von mir und ein gro&#223;er Garten liefert die Zutaten. Seit ich mit dem <a href="http://www.altravita.com/Italien/rauchen-aufhoren">Rauchen aufgeh&#246;rt</a> habe, achte ich verst&#228;rkt auf meine Ern&#228;hrung und habe in den letzten paar Monaten fast 20 kg abgenommen. Zeit, mein Konzept des &#8220;wild kochen&#8221; vorzustellen:</p>
<p>Wenn ich f&#252;r Freunde koche dann durchaus konventionell, f&#252;r mich selbst probiere ich aus, kombiniere Geschmacksrichtungen und Zutaten, lasse mich inspirieren. Ich weiss, was mir schmeckt und habe eine gewisse Vorstellung, was zusammenpasst und was mir schmeckt. Im Sommer liefert mein italienischer Garten die Zutaten, im Winter lasse ich mich vom K&#252;hlschrank inspirieren. Wichtig beim wild kochen ist ein gewisser Mut, neues auszuprobieren &#8211; schlimmstenfalls wirft man das mi&#223;lungene Ergebnis einfach weg, was soll passieren&#8230;wichtig beim wild kochen ist es, immer noch eine Tiefk&#252;hlpizza in der Hinterhand zu haben. Essen ist weit mehr als Nahrungsaufnahme &#8211; es ist soziales Ereignis, Anregung f&#252;r die Sinne, Mittel, die K&#246;rperfunktionen zu regulieren und die Stimmung zu beeinflussen. Und vor allem soll es Spa&#223; machen.</p>
<p>Man muss sich also inspirieren lassen &#8211; Regeln gibt es nat&#252;rlich keine! Allerdings halte ich mich an ein paar selbstgestrickte Vorgaben:</p>
<ul>
<li>Nur frische Zutaten verwenden! Wer keinen Garten hat muss trotzdem nicht zu Fertigprodukten greifen.</li>
<li>Auf den ersten Blick ungew&#246;hnliche Kombinationen sind das Spannende! Keine Angst beim Zusammenr&#252;hren scheinbar erstaunlicher Kombinationen.</li>
<li>Das Verwenden von &#8220;Resten&#8221; ist ausdr&#252;cklich Teil der Strategie! Einfach den K&#252;hlschrank aufmachen und nachschauen.</li>
<li>M&#246;glichst wenig tierische Fette, keine Butter, Schwein und Rind nur im Notfall oder bei akuten Entzugserscheinungen.</li>
<li>Lieblingszutaten k&#246;nnen &#252;berall mit rein! Bei mir sind das Knoblauch und Peperoncini, die eigentlich nie fehlen d&#252;rfen.</li>
<li>Nicht bei Lieblingsrezepten stehenbleiben! Kein Rezept ist so perfekt, dass es sich nicht mehr verbessern lie&#223;e.</li>
<li>Kochb&#252;cher bleiben im Schrank! Einfach drauf h&#246;ren, wozu man gerade Lust hat.</li>
<li>Nichts aufschreiben (au&#223;er f&#252;r&#8217;s Blog)! Die Erinnerung reicht v&#246;llig aus und sch&#252;tzt vor langweiliger Widerholung.</li>
<li>Schnelle Rezepte und keine Vorbereitung! Stundenlange Vorbereitung und seltene Zutaten sind langweilig und hindern die Kreativit&#228;t. Au&#223;erdem ist es nicht sch&#246;n, wenn man das Ergebnis stundenlanger Arbeit wegwerfen muss.</li>
<li>Nichts vom oben genannten zu Ernst nehmen! Herd an und los!</li>
</ul>
<p>Wichtig ist, dass die Besch&#228;ftigung am <a href="http://www.preis.de/katalog/Herde/6,314.html" title="Herd">Herd</a> Spa&#223; macht. Eine ordentliche CD in das K&#252;chenradio und los geht&#8217;s &#8211; Musikauswahl hat einen sehr interessanten Einfluss auf die Ergebnisse. Ich bin im Moment Single, brauche also auf niemanden R&#252;cksicht zu nehmen bei meinen Experimenten, f&#252;r die Familie darf man nat&#252;rlich deren W&#252;nsche mit in Betracht ziehen. <img src='http://www.altravita.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  Daf&#252;r ist mein K&#252;hlschrank meist traurig ausgestattet &#8211; wild kochen ist also aus der Not geboren, mangelnde Einkaufsorganisation und den Wunsch nach gutem Essen zusammenzubringen. Keine Lust auf Zwiebelschneiden? Zwiebelringe sind genauso prima! Kein Gem&#252;se da? Zwiebeln kann man mit Apfelst&#252;cken gemeinsam glasig garen, das bringt einen hervorragenden Geschmack und ist Basis f&#252;r hunderte von Variationen.</p>
<p>Naja, jedenfalls nehme ich mir vor, an dieser Stelle ein paar gelungene Ergebnisse m&#228;nnlichen Spieltriebs vorzustellen. Ich hoffe, das Lesen macht Spass und wenn ab und zu mal jemand mein Zeugs nachkocht, so freue ich mich nat&#252;rlich &#252;ber Kommentare, Anregungen, Vorschl&#228;ge. Anything goes!</p>
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