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	<title>Italien blog &#187; Italien für Anfänger</title>
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	<description>Betrachtungen eines Deutschen in Italien</description>
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		<title>Alter vor Sch&#246;nheit</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 10:25:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p>Samstagabend spielte der AC Milan in Palermo und kam mit Ansage unter die R&#228;der &#8211; bei Betrachtung der Formkurve beider Mannschaften war das Resultat ungef&#228;hr so verwunderlich wie die Tatsache, dass es im Winter meist k&#228;lter ist als in anderen Jahreszeiten. Teilweise mitverantwortlich war die Verletzungsmisere und Gelbsucht der Rossoneri, die bei insgesamt 11 Ausf&#228;llen [...]</p></p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p><div id="attachment_1296" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.altravita.com/wp-content/uploads/2010/04/delpiero.jpg"><img src="http://www.altravita.com/wp-content/uploads/2010/04/delpiero-150x150.jpg" alt="Alex del Piero feiert seinen 445. Geburtstag" title="Alex del Piero feiert seinen 445. Geburtstag" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-1296" /></a><p class="wp-caption-text">Alex del Piero feiert seinen 445. Geburtstag</p></div>Samstagabend spielte der AC Milan in Palermo und kam mit Ansage unter die R&#228;der &#8211; bei Betrachtung der Formkurve beider Mannschaften war das Resultat ungef&#228;hr so verwunderlich wie die Tatsache, dass es im Winter meist k&#228;lter ist als in anderen Jahreszeiten. Teilweise mitverantwortlich war die Verletzungsmisere und Gelbsucht der Rossoneri, die bei insgesamt 11 Ausf&#228;llen die Ersatzbank mit einer Reihe von Jugendspielern auff&#252;llen mussten. Besonders hart getroffen hat es die Defensive, wo mit den Verletzten Nesta, Kaladze, Onyewu und Favalli sowie dem rotgesperrten Bonera gleich 5 von 6 nominellen Innenverteidigern ausfielen. Trainer Leonardo beruft also folgerichtig eines der gr&#246;&#223;ten Verteidigertalente der italienischen U-20/21, Michelangelo Albertazzi, in den Kader. Albertazzi, Baujahr Januar 1991, ist ein junger Mann, der bereits seit ein paar Jahren von sich reden macht und als eines der gro&#223;en Hoffnungen des zumindest an guten Verteidigern nicht armen Landes gilt. Bereits mit 16 Jahren versuchte Arsenal London, ihn zum Wechsel auf die Insel zu bewegen. Angesichts der desastr&#246;sen Personalsituation in der Innenverteidigung erscheint nichts logischer, als ihn mal auszuprobieren in der ersten Mannschaft. Nicht? Gespielt hat dann Massimo Oddo, gelernter Au&#223;enverteidiger, der eine katastrophale Form bereits seit 3 Jahren derma&#223;en &#252;berzeugend unter Beweis stellt, dass diese Saison f&#252;r seine Rolle sogar der offensive Mittelfeldspieler Abate &#8220;umgeschult&#8221; wurde und Oddo die meiste Zeit auf der Bank verbringt. Das Loch in der Innenverteidigung wird also mit einem 34-j&#228;hrigen Au&#223;enverteidiger gef&#252;llt, der in seiner eigentlichen Rolle schon unaufstellbar ist. Ergebnis? Nachdem Oddo bereits das Siegtor von Sampdoria am letzten Spieltag verschuldete, war er auch an 2 von 3 Toren Palermos urs&#228;chlich beteiligt. Albertazzi sa&#223; auf der Bank. Warum um Himmelswillen macht ein Trainer so etwas?<br />
<br />
Der englische Journalist Oliver Kay bezeichnete die Serie A vor zwei Jahren als &#8220;retirement home for Europe&#8217;s ageing footballers&#8221; und bezog sich dabei auf die Beobachtung, dass – anders als in der Vergangenheit – Appeal und finanzielle M&#246;glichkeiten der h&#246;chsten italienischen Liga nur mehr in W&#252;rde gealterte und bei ihren bisherigen Vereinen verzichtbare Stars locken. Die Metapher vom Altersheim hat ihren berechtigten Charme, auch wenn es mittlerweile nicht mal mehr die van Nistelrooys dieser Welt auf den Stiefel zieht. Allerdings ist der Ausspruch auch in einer Bedeutung richtig, die dessen Urheber nicht einmal gemeint hat. Denn einmal ganz abgesehen von den Superstars des Gesch&#228;fts, die es zyklisch ja immer mal mehr in die eine oder die andere Liga zieht, ist das italienische Nationalheiligtum Fu&#223;ball ja wirklich alt geworden. Zumindest, was die drei gro&#223;en l&#228;ngsgestreiften Teams aus dem Norden angeht. Nur in Italien w&#252;rden Journalisten auf die Idee kommen, den spritzigen Linksverteidiger Luca Antonini Spiel f&#252;r Spiel als &#8220;junges Talent&#8221; zu preisen, der sich aber erst einmal &#8220;ein paar Spielzeiten&#8221; auf diesem Niveau beweisen sollte um zu sehen, ob es wom&#246;glich f&#252;r das Nationalteam reicht. Der Mann ist 28 Jahre alt! </p>
<p>L&#228;ngst vergangen die Zeiten, in denen Spieler wie Paolo Maldini direkt von der Jugendmannschaft in die Weltspitze wechselten. Und die Equipe, die unter Lippi im Sommer den Weltmeister-Titel verteidigen will, wird in weiten Teilen dieselbe wie 2006 sein. Nur eben 4 Jahre &#228;lter. Und Spieler wie Cannavaro oder Fabio Grosso sind mittlerweile in die Heimat zur&#252;ckgekehrt. Ins Altersheim. Italien hat bis auf wenige Ausnahmen aus dem mittleren und unteren Tabellendrittel mittlerweile die Meritokratie durch die Gerontokratie ersetzt. Es ist eine typisch italienische Vorstellung, dass ein 20-j&#228;hriger ein absolutes Genie sein muss, um sich einen Platz auf der Bank der ersten Mannschaft zu ergattern. Ansonsten gilt ein Spieler in diesem Alter als &#8220;Talent&#8221;, der sich erst beweisen muss, um sich Spielzeiten in einer der ernsthaften Mannschaften zu verdienen. Und so f&#252;hrt der Weg von der Jugendauswahl praktisch immer &#8220;&#252;ber die D&#246;rfer&#8221;, das hei&#223;t, er wird an befreundete Provinzteams ausgeliehen, wo er dann viele Jahre lang die notwendige &#8220;Erfahrung&#8221; sammeln darf. Irgendwann in der zweiten H&#228;lfte seiner Twen-Jahre wird dann entschieden, ob er nun wom&#246;glich gut genug ist, auf der Ersatzbank eines der gro&#223;en Clubs Platz zu nehmen. Einstweilen verliert Italiens Fu&#223;ball weiter Erfolg und Ansehen &#8211; auch weil man sich in der Vergangenheit sonnt, anstatt jungen Talenten eine echte Chance zu geben.</p>
<p>Dabei ist der italienische Fu&#223;ball in den Kinder- und Jugendligen durchaus mit einer Unzahl an Talenten gesegnet. Fu&#223;ball ist weiterhin eine Religion und praktisch jeder kleine Italiener hat zumindest f&#252;r ein paar Jahre den Rasen einer der zehntausenden Fu&#223;ballschulen umgepfl&#252;gt oder zumindest seine Nachmittage bolzend auf dem Platz hinter der Gemeindekirche verbracht. ALLE Kinder und Jugendlichen spielen mindestens 1-2 mal pro Woche Kleinfeldfu&#223;ball. ALLE bolzen auf irgendwelchen verf&#252;gbaren Rasenfl&#228;chen. Und &#220;BERALL sieht man diese kleinen Spieler, die irgendwo noch einen Gang mehr haben, denen der Ball irgendwie freundlicher gesonnen scheint und die es irgendwann trotzdem nie in den richtigen Fu&#223;ball schaffen werden. Es gibt in Italien ein hervorragendes Netz von Fu&#223;ballschulen, in denen die Kurzen unter guten Bedingungen besonders taktisch gut ausgebildet werden. Allein in meiner Heimatstadt von 30.000 Einwohnern gibt es 5 ernstzunehmende Ausbildungsvereine. Dazu jede Ansammlung von 3 H&#228;usern irgendwo einen halbwegs ordentlichen Hartplatz hinter der Kirche, wo sich nachmittags Kinder und abends Jugendliche in del Piero-, Zanetti- oder Kakà-Shirts dem Ball hinterher jagen. Es gibt also hunderttausende Stra&#223;enfussballer und es gibt gen&#252;gend Fu&#223;ballschulen, so dass kein hoffnungsvoller Spieler jemals durchs Netz der Beobachter und Scouts rutschen kann. Italienischer Meister wird derweil vermutlich zum f&#252;nften mal nacheinander Inter Mailand mit den Italienern Toldo (Ersatztorwart), Materazzi (Notfallreserve kurz vor der Pensionierung) und dem jungen Davide Santon (zu jung f&#252;r die erste Mannschaft).</p>
<p>Die Gerontokratie durchzieht mittlerweile alle italienischen Lebensbereiche, Politik wie Wirtschaft,  Universit&#228;ten wie Journalismus, Sport wie Arbeitsleben. Die Gesellschaft ist streng hierarchisch organisiert und wenig dieser Hierarchie erw&#228;chst aus dem Leistungsprinzip. Wenn ein 18-j&#228;hriger im Profi-Fu&#223;ball spielen will, muss er Totti sein, oder del Piero oder Maldini. Ansonsten nimmt er brav auf der Bank eines Provinzclubs platz. Ph&#228;nomenale Fu&#223;baller gibt es in jeder Generation nur ganz wenige. Tausende hingegen bringen hingegen die Anlagen mit, ein sehr guter Fu&#223;baller zu werden. Lampard zum Beispiel wurde sicherlich nicht mit Ronaldinhos verzauberten F&#252;&#223;en geboren. Er war aber stark und hatte jemanden, der ihm Vertrauen geschenkt hat und ist zum absoluten F&#252;hrungsspieler gewachsen. In Italien gibt es tausende potentieller Lampards, von denen die meisten ihre Wochenenden in den leeren Stadien der vierten Liga verbringen, viele es in die Serie B schaffen, einige wenige in die erste Liga und praktisch niemand in die Spitze der Serie A. Jedenfalls nicht vor Erreichen des 30. Lebensjahrs. Italien hat eine gro&#223;e fu&#223;ballerische Vergangenheit. Das Problem ist, dass diese noch spielt. Das alles unter ausdr&#252;cklicher Mitarbeit der italienischen Sportpresse, die z.B. einem Andrea Pirlo grunds&#228;tzlich immer gute Noten attestieren, auch wenn der ehemalige Freisto&#223;spezialist diese Saison noch 0 Tore erzielt hat, keine einzige gef&#228;hrliche Ecke geschlagen hat, sich daf&#252;r aber pro Spiel 5-6 mal vor der Verteidigungslinie den Ball abluchsen l&#228;sst.</p>
<p>Denn in Italien muss der eine noch &#8220;wachsen&#8221;, der andere muss noch &#8220;reifen&#8221;. Und ein Spieler wie der vom AC Milan verpflichtete Adiyiah, der sicher kein Messi ist, aber immerhin dann doch den Torsch&#252;tzenk&#246;nig der U21-Weltmeisterschaft stellte, ist einfach noch nicht soweit, den heiligen Rasen des San Siro auch nur zu betreten. Nicht einmal f&#252;r ein paar Minuten. Nicht einmal in absoluten Notsituationen. Im Moment vertreibt er sich seine Zeit im Jugendteam. Auf der Bank. Beim selben AC Milan spielt auf seiner Position ein gewisser Mancini, Baujahr 1980, seit zwei Jahren praktisch ohne Einsatz. Mit desastr&#246;sen Ergebnissen zwar, aber der Mann ist 30 und in grauer Vorzeit beim AS Roma war er mal gut. Jetzt ist er das zwar nicht, aber er hat ja bereits &#8220;Reife&#8221; bewiesen. Mancini bewegt sich mit der Geschwindigkeit eines sedierten Faultiers mit Gicht und gegen Sampdoria letzte Woche schoss er den Ball zum 2:1, als er erstmals im Spiel wenigstens richtig stand, aus 6 Metern auf die Flutlichtanlage.</p>
<p>Wirklich ph&#228;nomenale Spieler bringt jede Generation nur sehr wenige hervor. Zur gleichen Zeit wachsen allerdings hunderte starke Spieler heran, die irgendwann – mit Erfahrung und Vertrauen – gro&#223;e Spieler werden k&#246;nnen. Gro&#223;e Spieler in einem gro&#223;en Team. In Italien mangelt es traditionell genau hieran. Ein junger Spieler mit Talent wird zun&#228;chst ein paar Jahre auf Wanderschaft in den unteren Ligen geschickt, um dann – bestenfalls – auf der Bank eines der gro&#223;en Clubs Platz zu nehmen und darauf zu warten, dass der Stammspieler mit 38 seinen R&#252;cktritt bekannt gibt. Der ehemalige Hoffnungstr&#228;ger wird dann die Karrierehalbzeit schon hinter sich haben und der Zug zum &#8220;gro&#223;en Spieler&#8221; ist l&#228;ngst abgefahren. Vielleicht reicht es zum Stammspieler in einer guten, aber nicht herausragenden Mannschaft aus Florenz, Udine oder Palermo; keinesfalls aber wird so jemand in der Lage sein, die Champions League zu verzaubern. Hierf&#252;r br&#228;uchte man den Mut, ein solches Talent auch mit 20 schon einmal in Spitzenspielen zu riskieren. Um ihm dann Fehler zuzugestehen, ihm Vertrauen zu schenken und einen Spieler heranwachsen zu sehen, der mit Mitte 20 eine ganz andere Motivation und einen ganz anderen Siegeswillen hat. Mut, einen jungen Spieler auf den Platz zu schicken. Vertrauen, auch bei Fehlern an ihm festzuhalten. Sachverstand, den besten und nicht den bekannteren Spieler aufzustellen.</p>
<p>Aber nicht so in Italien. In Italien wird der 20-j&#228;hrige nach Cagliari oder Parma geschickt, um sich im harten Abstiegskampf die Knochen zu st&#228;hlen. Der St&#252;rmer wird sich mit erfahrenen Verteidigern messen m&#252;ssen, deren erste Aufgabe es ist, ihm auf den F&#252;&#223;en zu stehen oder das Knie zu bearbeiten. Vielleicht hilft ihm das, eine bestimmte Art Fu&#223;ball zu erlernen, vielleicht erlangt er Kampfgeist und spielerische H&#228;rte. Was er aber ganz bestimmt nicht lernt ist, an der Seite von Champions die besondere Luft der europ&#228;ischen Spitzenspiele zu schnuppern, zu lernen, was es hei&#223;t, ein gro&#223;er Spieler in einem gro&#223;en Spiel zu sein, mit dem Druck und der Verantwortung eines Spitzenteams umgehen zu lernen und das Vertrauen eines mutigen Trainers zu sp&#252;ren. Er lernt k&#228;mpfen, er lernt mauern, er lernt zu kratzen und zu bei&#223;en, er lernt – warum nicht – den Schiedsrichter zu beeinflussen. Und er lernt, sich mit wenig zufriedenzugeben. </p>
<p>Ein ph&#228;nomenaler Spieler braucht das alles nicht, ein solcher wird sich &#252;berall durchsetzen. Alle anderen Hoffnungstr&#228;ger brauchen sehr pr&#228;zise Etappen, um ihr Potential im Laufe der Karriere abzurufen. Und nicht jeder junge Spieler ist gleich gestrickt. Aber nur in den Spitzenteams Italiens besteht die Fixierung, dass ein junger Spieler erst zum F&#252;hrungsspieler in einem Catania werden muss, um dann f&#252;r ein Juventus &#8220;bereit&#8221; zu sein. Ein Federico Macheda, in Diensten von Manchester United, wird dagegen keinesfalls nach Sunderland geschickt, um sich hochzuarbeiten. Nein, er wird eingesetzt, ausprobiert, ihm wird Vertrauen geschenkt, er wird gesch&#252;tzt und angeleitet. Und wenn er einmal 20 sein wird, entscheidet man, ob man auf ihn bauen sollte oder nicht. Und <em>dann erst</em> wird er verliehen oder verkauft. Denn anderswo werden Spieler verliehen, bei denen man der Meinung ist, dass sie nicht das Zeug zum Stammspieler haben. </p>
<p>In Italien funktioniert das System genau andersherum. Das junge Talent spielt hier in Bologna oder Siena und w&#228;chst mit der Gewissheit auf, dass ihm niemand wirklich eine gro&#223;e Karriere zutraut. Selbst im Fall einer herausragenden Saison besteht die beste M&#246;glichkeit darin, zum Heimatverein zur&#252;ckbeordert zu werden, um dort auf der Bank Platz zu nehmen, bis sich der Stammspieler verletzt. Und dessen Reserve. Und so spielt er praktisch nie zusammen mit den Champions, die ihm eine Siegermentalit&#228;t vermitteln k&#246;nnten, die ihm bei seinem ersten Chamions-League-Viertelfinale unterst&#252;tzen, von denen er alles &#252;ber Fu&#223;ball lernen k&#246;nnte – auch, wie man gegen Wayne Rooney verteidigt. Der begabte junge italienische Fu&#223;baller findet seine Rollenmodelle in mittelm&#228;&#223;igen Haudegen, deren h&#246;chstes Ziel darin besteht, nicht abzusteigen, die in der Umkleidekabine von den glorreichen Zeiten der zweiten Liga berichten und wie der Fu&#223;ball damals noch eine ehrliche Arbeit f&#252;r Holzf&#228;ller war. In Mannschaften, die nach erreichen der 40 Punkte-Marke nur noch Niederlagen aneinanderreihen.</p>
<p>Und <em>diese</em> Spieler werden dann die Mentoren, Vaterfiguren, Idole und Modelle. Und irgendwann &#252;berzeugt sich unser italienisches Talent davon, das <em>dies</em> sein Niveau sei. Und so ist aus einem Daniele Bonera, vor 8 Jahren noch die Hoffnung der italienischen Defensive, ein ordentlicher Erg&#228;nzungsspieler beim AC Milan geworden. Und so begeistert man sich derzeit f&#252;r den 28-j&#228;hrigen Matteo Brighi, der offensichtlich seinen Reifeprozess abgeschlossen hat und wom&#246;glich reif genug ist f&#252;r ein &#8220;Spitzenteam&#8221;. Italien ist voll von Spielern aus der Serie &#8220;Was ist aus dem denn geworden?&#8221;, die man dann mit 29, nach 8 Jahren Lecce, wieder entdeckt und als gut genug f&#252;r die Nationalmannschaft befindet. Und was wenn so jemand, Talent wird eben doch in die Wiege gelegt, anstatt 8 Jahre lang in den Regginas und Lecces dieses Landes das solide Handwerk zu erlernen, Champion&#8217;s League-Erfahrungen gesammelt h&#228;tte? H&#228;tte Italien dann nicht statt eines sehr guten einen gro&#223;artigen Spieler? Einen Namen? Einen neuen Maldini? Einen neuen Totti? Einen neuen del Piero?</p>
<p>Mitnichten. Beim AC Milan spielt selbst nach Ausfall von 5 Innenverteidigern immer noch der selbst als Au&#223;enverteidiger armselige Oddo in einer Rolle, die er noch nie bekleidet hat. Inters Santon ist nach einigen Spielen in der ersten Mannschaft, bei denen er u.a. einen gewissen Christiano Ronaldo zur Verzweiflung trieb, v&#246;llig vom Radar verschwunden und Youngster Balotelli wird gerade demontiert. Juventus hat das &#8220;Projekt Jugend&#8221; (geboren nach dem Zwangsabstieg in die Serie B und nachfolgenden Finanzsorgen, sonst w&#228;re es nie geboren worden) nach einer halben Saison beendet und die gr&#246;&#223;ten Talente verkauft, um sich dieses Jahr mit den verschiedenen del Pieros, Camoranesis und Trezeguets wom&#246;glich f&#252;r die Europa League zu qualifizieren. Dribbelk&#252;nstler Sebastian Giovinco (geboren im Januar 1987, also durchaus der Pubert&#228;t entwachsen) findet derweil nicht statt. Obwohl die Personalsituation bei der &#8220;alten Dame&#8221; noch dramatischer ist als die bei Milan. Es mangelt ihm an Reife und Durchsetzungsverm&#246;gen. Hei&#223;t es. Und der durchschnittliche Fan reibt sich derweil verwundert die Augen, wenn ausgemusterte Spieler wie Matri, Marchisio, Maccarone oder Astori eine herausragende Leistung an die andere reihen, w&#228;hrend &#8220;Senatoren&#8221; wie Seedorf, Camoranesi oder Cannavaro ihre Fans mit Auftritten an der Grenze der L&#228;cherlichkeit erfreuen. </p>
<p>Und so hat sich das Land auch fu&#223;ballerisch in den letzten Jahren immer weiter in die Sackgasse man&#246;vriert. Auf der einen Seite hochbezahlte ehemalige Fu&#223;ballgr&#246;&#223;en, die auf internationalem Niveau weder mithalten k&#246;nnen noch irgendetwas zu beweisen oder zu erk&#228;mpfen h&#228;tten. Auf der anderen Seite demotivierte junge Talente ohne Selbstvertrauen. Denn woher sollte dieses Selbstvertrauen auch kommen, wenn ihnen niemand sonst vertraut? In Italien bist du entweder ein Ph&#228;nomen oder M&#252;ll – <em>fenomeno o bidone</em>. Und all die tausenden Jungs irgendwo dazwischen arrangieren sich in der Agonie der Mittelm&#228;&#223;igkeit, die dieses Land mittlerweile in so vielen Bereichen durchzieht. Meinetwegen hat der italienische Fu&#223;ball im Moment keinen Rooney, aber die Carraghers, Micah Richards&#8217; und Lennons d&#252;rfen nicht spielen. Und jemanden wie Fabrizio Miccoli hat die gesamte Premier League nicht zu bieten. Er spielt beim US Palermo und hat den glorreichen AC Milan mit seinen 10.000 Mannjahren an Champions League-Erfahrung im Alleingang abgeschossen. Staunend begleitet von Massimo Oddo.</p>
<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Italien in Zeitlupe</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 17:13:30 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p><a href="http://www.altravita.com/wp-content/uploads/2010/02/moviola.jpg"><img src="http://www.altravita.com/wp-content/uploads/2010/02/moviola-150x150.jpg" alt="moviola" title="moviola" width="150" height="150" class="size-thumbnail wp-image-1264" /></a>In Italien endet ein Fussballspiel keineswegs nach 90 Minuten. Denn dann beginnt die Zeitlupe. In der Pressekonferenz nach dem historischen Sieg seines F.C. Internazionale gegen Chelsea &#228;u&#223;ert sich der selbsternannte Startrainer Josè Mourinho zu einem m&#246;glichen Elfmeter f&#252;r die (vom Spiel gegen Bayern M&#252;nchen noch waidwunde) Fiorentina gegen den AC Milan im vorabendlichen Nachholspiel der Liga. Vermutlich muss man Deutscher in Italien sein, um die Bedeutung seiner Kritik &#252;berhaupt wahrzunehmen: &#8220;Mou&#8221;, wie ihn seine J&#252;nger liebevoll nennen, hat nach dem ersten Sieg seines Teams gegen eine europ&#228;ische Spitzenmannschaft nach vielen Jahren nichts wichtigeres im Kopf, als sich einer vermutlichen Benachteiligung seines Teams in der italienischen Serie A (und Bevorzugung der Meisterschafts&#8221;konkurrenten&#8221; zu widmen. Die Tatsache, dass es f&#252;r Chelsea ebenso einen Strafstoss in der 45. Minute h&#228;tte geben m&#252;ssen, wird vom unbeugsamen K&#228;mpfer f&#252;r sportliche Gerechtigkeit nicht weiter erw&#228;hnt.</p>
<p>Soweit, so normal, Mourinhos psychologische Spielchen, um das Fanvolk zu dirigieren, die Mannschaft aus dem Medienfokus zu nehmen und Schiedsrichter wie Gegner unter Druck zu setzen, sind so bekannt wie abgenutzt und f&#252;hren typischerweise zu Strafzahlungen und Sperren. Sein hochsouver&#228;ner Veitstanz nach dem Heimspiel gegen Sampdoria brachte ihm aktuell 3 Spieltage auf der Trib&#252;ne ein. Mourinho braucht die Medien, die Medien brauchen Mourinho und die Fans – eigene wie gegnerische – brauchen ihn sowieso: Als Heiland oder Feindbild. Interessant ist eher, dass er bereits seit Wochen mit voller Verve am uritalienischsten aller Spiele partizipiert, um die Medien in die von ihm gew&#252;nschte Richtung zu bewegen: die Zeitlupe, <em>&#8220;la moviola&#8221;</em>.</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Problem in Italien ist, dass man f&#252;r 2 Stunden &#252;ber Elfmeter unterh&#228;lt und das Spiel selbst in den Hintergrund r&#252;ckt. Hier in England gibt es keine Zeitlupe und es gibt sie nicht einmal in Frankreich oder Spanien, es ist eine rein italienische Einrichtung. In England verl&#228;sst ein Trainer 15 Minuten nach dem Spiel das Stadion, in Italien vergehen 2 Stunden, weil man &#252;ber einen Elfmeter spricht.&#8221;<br />
(Flavio Briatore, nach Inter-Roma)</p></blockquote>
<p>Nun, Zeitlupensequenzen, um sich eine Spielszene oder eine Schiedsrichterentscheidung noch einmal anzuschauen, gibt es sicher auch in den von Herrn Briatore angesprochenen L&#228;ndern, aber das ist nur entfernt mit <em>&#8220;la moviola&#8221;</em> verwandt. Nur in Italien werden strittige Schiedsrichterentscheidungen – mindestens – wochenlang diskutiert und der H&#246;hepunkt der Hysterie dauert seit dem Ende von <em>&#8220;Calciopoli&#8221; </em>weiterhin an. Nun aufs beste befeuert vom guten Josè, aber er befindet sich in allerbester Gesellschaft. </p>
<p>Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Immer und immer wieder. Aus hunderten Kamerablickwinkeln werden Abseits, Freistoss- und Elfmeterentscheidungen in dutzenden Fernsehshows ins kleinste Detail analysiert. Die drei gro&#223;en Printmedien f&#252;r Sportberichterstattung haben eigene Experten und eine eigene Rubrik zum Thema. Zudem &#228;u&#223;ern sich in den Tagen nach dem Spiel praktisch alle Spieler, Ex-Spieler, Ex-Schiedsrichter (die Schiris selbst d&#252;rfen sich nicht &#228;u&#223;ern), Greenkeeper und Balljungen zu den Szenen. Selbstverst&#228;ndlich auch die Fans: Wer des Italienischen m&#228;chtig ist, wird beim St&#246;bern in den Fanforen der Gazzetta dello Sport leicht feststellen, dass es vor dem und w&#228;hrend des Spiels h&#228;ufig um Fu&#223;ball geht. Sp&#228;testens nach Schlusspfiff geht es praktisch nur noch um den Schiedsrichter.</p>
<p>Und so beginnt jeden Montag eine laut t&#246;sende Agonie im Land, die man entweder meidet oder die einem den Spa&#223; am Fu&#223;ball gr&#252;ndlich verderben kann. Denn nat&#252;rlich kommt auch die detaillierteste Exegese aller verf&#252;gbaren Fernsehbilder niemals zu einem klaren Ergebnis. Im zur Debatte stehenden Fall (der Elfmeter f&#252;r Florenz, nicht etwa der f&#252;r Chelsea, Gott bewahre!), wird man dann &#252;ber jedes denkbare Medium dar&#252;ber aufgekl&#228;rt, wer jetzt genau zur Spielszene welche Meinung hat: Hat Schiedsrichter Rossetti – wie von ihm selbst erkl&#228;rt – schlichtweg Vorteil laufen lassen, weil St&#252;rmer Nilmar trotz Fouls an Montolivo an den Ball und aus 2 m Torentfernung frei zum Schuss kam, nun dummerweise aber auf Milan-Torh&#252;ter Abbiati traf? Hat er den Kontakt zwischen Thiago Silva und Montolivo nicht gesehen? Hat er eine Schwalbe vermutet? Hat Montolivo den Fall akzentuiert, als sich Silva bei einer K&#246;rperdrehung nicht absch&#252;tteln lie&#223;? Kann man im Strafraum &#252;berhaupt Vorteil laufen lassen? Was w&#228;re passiert, wen Nilmar ein Tor erzielt h&#228;tte, der Schiri dies anulliert und Elfmeter gepfiffen h&#228;tte, der aber nicht verwandelt worden w&#228;re?</p>
<p>Und das ist nur eine Auswahl an Diskussionen, die sich seit Sonntag durchs Land ziehen. Jeden Sonntag. Nach jedem Spiel. Und so kann den auch jeder italienische Fu&#223;ballfan m&#252;helos aus der Erinnerung Statistiken aufsagen, welches Team in der Zweitliga-Saison 1967/68 von welchem Schiri in welcher Situation bevorzugt bzw. benachteiligt wurde. Und weil Fu&#223;ball keine exakte Wissenschaft ist sind diese Statistiken nat&#252;rlich h&#246;chst individuell und haben nur eines gemeinsam: Das eigene Team wird immer benachteiligt. Denn eines kann auch die ausgefuchsteste &#8220;Moviola&#8221; nicht heilen: dass der Fan einen Elfmeter oder eine Abseitsentscheidung gegen seine Mannschaft ganz anders bewertet als einen oder eine f&#252;r seine Mannschaft.</p>
<p>Die exponentielle Vermehrung des medialen Hintergrundrauschens durch die Verbreitung des Internets wie auch die Schockwelle des Bestechungsskandals Calciopoli haben das Ph&#228;nomen &#8220;Moviola&#8221; aber nur ins unertr&#228;gliche verst&#228;rkt. In einem Land, das 3 t&#228;gliche Sportzeitungen unterh&#228;lt und in dem jede Tageszeitung t&#228;glich (!) mehrere Seiten dem Fu&#223;ball widmet, war die Schiedsrichter-Analyse schon immer Passion. Denn nat&#252;rlich m&#252;ssen alle diese Kommunikationskan&#228;le auch irgendwie mit Kommunikation gef&#252;llt werden. Und da ein Spiel auch hier nur 90 Minuten dauert, muss es eben unendlich in die L&#228;nge gezogen, diskutiert, analysiert, zerst&#252;ckelt und bewertet werden. Auch wenn nat&#252;rlich danach weiterhin seine eigene Meinung zum Fall hat. So wie die Anh&#228;nger Inters weitgehend den Erleuchtungen ihres Messia folgen und ein undurchsichtiges &#8220;Komplott&#8221; gegen den eigenen Verein vermuten (der knappe 60 Ligaspiele ohne Elfmeter gegen sich verbuchte und sich gerade anschickt, zum f&#252;nften mal nacheinander die Meisterschaft zu gewinnen). So wie sich die Anh&#228;nger der Viola sowieso seit Jahrzehnten benachteiligt f&#252;hlen wie deren Pr&#228;sident della Valle diese Woche noch einmal gesondert erkl&#228;rte. So wie der AC Milan vor 2 Jahren auf der offiziellen Website eine minuti&#246;se Auflistung der Schiedsrichterbenachteiligungen ver&#246;ffentlichte, gleich mit &#8220;korrigierter&#8221; Tabelle. So wie die Anh&#228;nger der &#8220;Alten Dame&#8221; Juve sich seit Calciopoli sowieso benachteiligt sehen, weil es &#8220;da oben&#8221; noch &#8220;etwas gutzumachen&#8221; g&#228;be. So wie sich der AS Roma und Napoli sowieso seit Jahrzehnten unterdr&#252;ckt sehen. So wie eigentlich alle anderen Mannschaften auch.</p>
<p>Das ist ja das eigentlich absurde an dem ganzen Theater: Am Ende werden alle immer nur benachteiligt. Selbst wenn man konstatiert, dass 9 von 10 Schiedsrichtern den Elfmeter f&#252;r Florenz gegeben h&#228;tten, hat man als Milan-Fan fest im kollektiven Ged&#228;chtnis eingebrannt, dass man ja zwei Spieltage vorher im Spiel gegen Livorno auch skandal&#246;s um einen ebensolchen gebracht wurde, als der verteidigende St&#252;rmer Christiano Lucarelli den st&#252;rmenden Verteidiger Thiago Silva im Strafraum legte. Was nat&#252;rlich niemals ein Fan Livornos zugeben k&#246;nnte, weil Livorno ja seinerseits wegen der politischen Gesinnung seiner Fans systematisch verfolgt wird. Und so dreht sich das Karussell lustig immer weiter, bis es am Ende nur noch Verlierer gibt: Die eigene Mannschaft verliert sowieso, weil die ja immer benachteiligt wird. Aber es verliert auch der Sport, denn Flavio Briatore hat recht: Fu&#223;ball-Italien ist Gefangener der Zeitlupe. Niemand nimmt sich mehr Zeit f&#252;r eine Spielanalyse. Im Land, in dem Ergebnisse mehr z&#228;hlen als irgendwo sonst, zerf&#228;llt das Spiel in Episoden, Bruchst&#252;cke, Splitter. </p>
<p>Kaum jemand verliert ein Wort dar&#252;ber, dass die Fiorentina ein hervorragendes Spiel abgeliefert hat, den AC Milan weitgehend im Griff hatte. Dass der Ex-Rossonero Gilardino ein Tor erzielte. Dass Milan zwar kaum pr&#228;sent war, aber trotzdem mehr hochkar&#228;tige Torchancen hatte, die vom Torh&#252;ter Frey vereitelt wurden. Dass die Fiorentina stolz sein k&#246;nnte &#252;ber die Mannschaftsleistung und die Tabellensituation doch sowieso weder nach oben noch nach unten irgendwelche Revolutionen zul&#228;sst. Dass die Viola trotz massiver Feld&#252;berlegenheit trotzdem kaum aufs Tor geschossen hat und sich am Ende zwei kapitale Abwehrschnitzer leistete und das Spiel noch aus der Hand gab. Das alles spielt keine Rolle, wenn man ich die Niederlage in einen gef&#252;hlten Sieg diskutieren kann. Denn sch&#246;ner, als den gro&#223;en AC Milan zu besiegen ist nur, sich zum &#8220;Sieger der Herzen&#8221; zu erkl&#228;ren und die moralische Deutungshoheit zu erst&#252;rmen. Jedenfalls bis Samstagabend, im Spiel gegen Lazio wird dann wieder jemand vom &#8220;Komplott&#8221; zur unverdienten Niederlage gemeuchelt. Spannend ist nur, wen von beiden es diesmal trifft.</p>
<p>Dabei ist das perfideste, dass man sich der Krake &#8220;Moviola&#8221; nicht entziehen kann. Selbst wenn man es schaffte, ein Spiel am TV ohne Ton zu verfolgen, keine Zeitungen und kein Internet zu lesen, kein Facebook, kein Twitter und &#252;berhaupt nur noch amerikanische B&#252;cher zu konsumieren: Sp&#228;testens Montagfr&#252;h im B&#252;ro, an der Bar, an der Tankstelle wird man dann in den Strudel gerissen. <em>&#8220;Ladri&#8221;</em> (Diebe) heisst es dann, wahlweise auch <em>&#8220;Avete rubato!&#8221;</em> (Ihr habt geklaut!) und sp&#228;testens dann sollte man seine Statistiken fehlerfrei abrufbereit haben, um dem erregten Fanvolk unter die Nase zu reiben, dass es ja damals im Spiel Poggibonsi gegen Juve, im Fr&#252;hling 1934, auch nicht mit rechten Dingen zuging und man mal ganz still sein sollte. Denn ob einen das italienische Ritual der wochenlangen Phantomdiskussionen &#252;ber Millimeter-Abseitsentscheidungen im Vollsprint, die der &#8220;gekaufte&#8221; Schiedsrichter wom&#246;glich falsch bewertet hat, nun gef&#228;llt oder nicht, teilnehmen muss man trotzdem.</p>
<p>Ich wei&#223; nicht, ob der italienische Fu&#223;ball wirklich vor die Hunde geht. Aber wohin auch immer er geht – er geht in Zeitlupe. Als Mourinhos Nachfolger auf dem Chelsea-Trainerstuhl, der Ex-Milan-Coach Ancelotti, gefragt wurde, wie er denn den nicht gepfiffenen Elfmeter f&#252;r sein Team s&#228;he, antwortete der: <em>&#8220;Ich bin es nicht mehr gewohnt, solche Dinge zu kommentieren.&#8221;</em></p>
<p>Nemo profeta in patria.</p>
<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Land ohne B&#252;rgersteig</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 07:06:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altravita</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p>So, die Fu&#223;ballsaison ist endlich vorbei und endlich finde ich mal Zeit, wieder etwas f&#252;r die Rubrik &#8220;Italien f&#252;r Anf&#228;nger&#8221; zu schreiben, schlie&#223;lich stehen ja die Sommerferien vor der T&#252;r. Heute geht es um Fortbewegung, alles also, was ich in &#8220;Autofahren in Italien&#8221; ausgelassen habe. Das hei&#223;t, ausgelassen habe ich gar nicht so viel, der [...]</p></p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p><div id="attachment_1143" class="wp-caption alignleft" style="width: 295px"><img src="http://www.altravita.com/wp-content/uploads/2009/06/traffico.jpg" alt="Der Weg zum Strand" title="Der Weg zum Strand" width="285" height="300" class="size-full wp-image-1143" /><p class="wp-caption-text">Der Weg zum Strand</p></div>So, die Fu&#223;ballsaison ist endlich vorbei und endlich finde ich mal Zeit, wieder etwas f&#252;r die Rubrik &#8220;<a href="Italien/italien-fuer-anfaenger">Italien f&#252;r Anf&#228;nger</a>&#8221; zu schreiben, schlie&#223;lich stehen ja die Sommerferien vor der T&#252;r. Heute geht es um Fortbewegung, alles also, was ich in &#8220;<a href="autofahren-in-italien.php">Autofahren in Italien</a>&#8221; ausgelassen habe. Das hei&#223;t, ausgelassen habe ich gar nicht so viel, der Italiener f&#228;hrt ja weiterhin mit dem Auto, zu jeder Tageszeit, jede Distanz und &#252;berall hin. Manchmal nimmt er auch die Vespa, damit kommt man auch im dichtesten R&#246;mer Stadtverkehr voran und kann sie &#252;berall parken. Wichtig ist aber, dass der Italiener f&#228;hrt, es gibt n&#228;mlich nur eins, was ihm noch zuwiderer ist, als ohne &#8220;<em>telefonino</em>&#8221; das Haus zu verlassen: zu Fu&#223; irgendwohin gehen. Macht er nicht. Geht nicht. F&#252;&#223;e sind zum Fu&#223;ballspielen oder &#8211; bei weiblichen Exemplaren &#8211; zum bewundern da, keinesfalls zur &#220;berbr&#252;ckung von Distanzen. Keiner Distanzen.</p>
<p>In unz&#228;hligen Monaten m&#252;hevoller Feldforschung in meiner Stammkneipe konnte ich es zum Beispiel beobachten, dass 10 von 10 Italienern es bevorzugen, ihr Fahrzeug in den Hof zu stellen, anstatt einen der beiden ger&#228;umigen Parkpl&#228;tze zu nutzen &#8211; einer direkt gegen&#252;ber, ein weiterer ca. 100 m (also gef&#252;hlte 100 km) den Berg hinauf. Und so kann man allabendlich das Schauspiel beobachten, wie G&#228;ste, die auf einen Aperitiv, einen Caffè oder auch mal ein ganzes Abendessen vorbeischauen, ihr Gef&#228;hrt in den Innenhof stapeln. Der Zugang ist schmal und liegt in einer komplett un&#252;bersichtlichen 180-Grad-Kurve, man kann nicht drehen und zum Verlassen des Lokals muss man den Kofferraum mutig in den flie&#223;enden Verkehr halten. Und weil immer nur einer der letzte sein kann, sorgt jeder Aufbruch eines Gastes f&#252;r komplizierte Rangierman&#246;ver &#8211; erst einmal m&#252;ssen alle Autos runter vom Hof und danach ordnet man sich fein s&#228;uberlich wieder ein. &#220;blicherweise mehrfach am Abend. Und mit einem durchschnittlichen Blechschaden pro Woche, die strategisch prima in die Zufahrt ragenden Blumenk&#252;bel sind beim R&#252;ckw&#228;rtsfahren n&#228;mlich nicht zu sehen. Ab und zu muss auch mal einer darauf hingewiesen werden, dass die L&#252;cke vor der Eingangst&#252;r nicht der letzte Parkplatz ist, sondern notwendig zum reingehen &#8211; normalerweise f&#228;hrt so jemand dann nach Hause. Was soll er denn machen? Kein Parkplatz!</p>
<p>Nun, ich w&#252;rde den Teufel tun, mich so zu stellen, dass ich viermal abendlich vom Tisch aufstehen m&#252;sste, um mit anderen F&#252;hrerscheininhabern Auto-Tetris zu spielen, aber ich bin ja auch kein Italiener. Und die gehen nicht zu Fu&#223;, Beine haben sie nur, um Gas, Kupplung und Bremse zu bedienen. Deutsche Touristen erkennt man n&#228;mlich schon aus 300 Metern Entfernung, und zwar schon lange bevor man wei&#223;e Haut mit rotem Kopf, H&#228;ndchenhalten oder die typischen Popeline-Uniformen (Wo kauft man eigentlich Touri-Kleidung? Gibt&#8217;s da Spezial-Gesch&#228;fte?) ausmachen kann: Touristen sind die, die sich dem Lokal zu Fu&#223; n&#228;hern! Hierzu benutzen sie den Stra&#223;enrand, denn B&#252;rgersteige gibt es in Italien ja konsequenterweise keine. B&#252;rgersteige, Fu&#223;wege, Bordsteine &#8211; nichts dergleichen. Man ist ja kein Dritte-Welt-Land! H&#246;chstens mal in der Innenstadt vor einer Bar oder einem Tabakladen, aber das sind Vespa-Parkpl&#228;tze. Wer so wahnsinnig ist, auf eigenen Beinen zur Sehensw&#252;rdigkeit seines Vertrauens zu gelangen zu wollen, hat sich hierzu eng an H&#228;userw&#228;nde zu schmiegen und bei Bedarf in T&#252;r&#246;ffnungen oder Hofeinfahrten zu ducken. Hierbei erntet man h&#228;ufig mitleidsvolle Blicke, schlie&#223;lich hat man ja ganz offensichtlich den F&#252;hrerschein verloren und ist nun darauf angewiesen, sich auf diese unglaublich erniedrigende Weise fortzubewegen.</p>
<p>Dies wird &#8211; es muss ja Ausnahmen geben &#8211; auf den Uferpromenaden durchgef&#252;hrt. Hierbei muss sichergestellt sein, dass es sich um gepflegtes Flanieren handelt und man keineswegs vorhat, von einem bestimmten Punkt A zu einem bestimmten Punkt B zu gelangen! Man zieht sich h&#252;bsch an und schreitet betont langsam daher, gern auch mit einem Eis in der Hand und also unter keinen Umst&#228;nden den Eindruck erweckend, man w&#252;rde irgendwohin wollen. Denn das w&#252;rde ins Italienische &#252;bersetzt ja entweder hei&#223;en, dass man sich kein Auto leisten kann, oder seine Fahrerlaubnis gerade den &#246;rtlichen Polizeibeh&#246;rden geborgt hat, beides ist nat&#252;rlich unakzeptabel. Au&#223;er auf der Uferpromenade f&#228;hrt man also: Man f&#228;hrt die 100 m zur Bar, man f&#228;hrt die Kinder den halben Kilometer zur Schule, man f&#228;hrt zur U-Bahn, man f&#228;hrt zum Strand, zum Zigarettenholen, zum Einkaufen, auf den Spielplatz hinterm Haus und neuerdings zum Mc Donald&#8217;s Drive-In. Und konsequenterweise gibt es eben auch keine B&#252;rgersteige, achten sie mal drauf.</p>
<p>Kein noch so exorbitant hoher Benzinpreis, keine Wirtschaftskrise konnten dem Italiener die motorisierte Fortbewegung abgew&#246;hnen. Zur Not muss eben ein Auto-Ersatz wie der Fiat 500 herhalten, es muss nur von allein rollen und Krach machen. Lieber sitzt der Italiener zuhause und isst den Kitt aus den Fensterrahmen, als auf die Idee zu kommen, zu Fu&#223; einkaufen zu gehen. Und wer will es ihm verdenken? Autofahren befeuert die Wirtschaft, man schliesst im Dauerstau leicht Kontakte, kann laut Musik h&#246;ren und ungest&#246;rt telefonieren und das Auto ist mittlerweile der einzige Ort, wo man &#8220;drinnen&#8221; rauchen kann. Und selbstverst&#228;ndlich spielt eine Rolle, dass alle Nachkriegsgenerationen im Auto gezeugt wurden (deswegen wiegt der Durchschnittsitaliener auch weniger und ist kleiner als der Deutsche, das ist angewandter Darwinismus): der Italiener f&#252;hlt sich im Auto so wohl, wie andere V&#246;lker im Bett! Vor allem aber zeigt man, dass man ein Auto hat. Keins zu besitzen ist n&#228;mlich genauso undenkbar, wie ohne Telefon durch die Gegend zu strolchen: asozial, absurd, unakzeptabel. Falls sie also nicht sowieso mit dem Auto in ihren n&#228;chsten Italien-Urlaub reisen, nehmen sie sich einen Mietwagen. Oder legen sie sich eine gute Entschuldigung zurecht. Denn glauben Sie mir, es gibt 3 Gespr&#228;che, die sie in Italien nicht f&#252;hren wollen: &#8220;Ich habe keinen Fernseher&#8221;, &#8220;Ich habe kein Handy&#8221; und &#8220;Ich habe gar kein Auto&#8221;.</p>
<p><strong>er traffico de roma</strong><br />
<span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://www.altravita.com/land-ohne-buergersteig.php"><img src="http://img.youtube.com/vi/PFKWOUtvUaQ/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fu&#223;ball in Italien &#8211; Ticketverkauf</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 12:59:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p>Zuerst die gute Nachricht: Ungeachtet der j&#252;ngsten Polemiken der Krawallpresse kann man durchaus Fu&#223;ballspiele in Italien besuchen und unbeschadet wieder heimkehren. Leider hat die spezielle Stimmung in den Stadien durch immer weiterf&#252;hrende Repressionen gegen die entsprechenden Fangruppen mittlerweile sehr gelitten, aber ein gutes Fu&#223;ballspiel in Italien zu besuchen, ist immer noch etwas ganz besonderes. Ich [...]</p></p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p>Zuerst die gute Nachricht: Ungeachtet der j&#252;ngsten Polemiken der Krawallpresse kann man durchaus Fu&#223;ballspiele in Italien besuchen und unbeschadet wieder heimkehren. Leider hat die spezielle <strong>Stimmung</strong> in den Stadien durch immer weiterf&#252;hrende Repressionen gegen die entsprechenden Fangruppen mittlerweile sehr gelitten, aber ein gutes Fu&#223;ballspiel in Italien zu besuchen, ist immer noch etwas ganz besonderes. Ich hoffe mit ganzem Herzen, dass es bald wieder Choreografien zu sehen gibt, Trommeln, Megaphone, lautstarke Schlachtges&#228;nge zu h&#246;ren und die unnachahmlich witzigen &#8220;Striscioni&#8221;, mit denen der Gegner aufs Korn genommen wird, gezeigt werden. Es spricht aber weiterhin absolut nichts dagegen, euren Italienaufenthalt durch einen Spielbesuch aufzuwerten. Aktuelle <strong>Spieltermine und Ansto&#223;zeiten</strong> kann man auf den Seiten der <a href="http://www.gazzetta.it" target="_blank">Gazzetta dello Sport</a> (unter Calcio/Calendario) erfahren oder nat&#252;rlich auf den jeweiligen <strong>Homepages der Vereine</strong> (s.u.). </p>
<p>Zun&#228;chst beziehe ich mich auf allgemeine <strong>Hinweise zum Stadionbesuch</strong> in Italien, dann kommen die verschiedenen M&#246;glichkeiten, <strong>an eine der begehrten Eintrittskarten zu kommen</strong>: </p>
<p><strong>Verhalten im Stadion</strong></p>
<p>Man verh&#228;lt sich als Zuschauer genauso wie in deutschen Bundesliga-Stadien, wirklich. Wenn man sich nicht gerade in Inter-Kluft in die S&#252;dkurve des San Siro stellt und Schm&#228;hges&#228;nge auf den AC Milan anstimmt, sollte eigentlich nichts passieren. Denn entgegen den Verlautbarungen der Sensationspresse sind italienische Fu&#223;ballfans keineswegs allesamt kinderfressende Terroristen; die Regeln des gesunden Menschenverstandes gelten also auch f&#252;r die Stadien der Serie A und sind auch v&#246;llig ausreichend. Besonders bei <strong>Derbys</strong>, also Genoa/Sampdoria, Juve/Torino, Lazio/Roma oder eben Inter/Milan sollte man ein bissel auf die Farben der eigenen Bekleidung achten, um allen Eventualit&#228;ten zu entgehen. Ansonsten h&#228;lt man sich einfach von marodierenden Menschenmassen fern, besonders, wenn es raucht, knallt oder Polizei drumrumsteht. Als offensichtlich deutschsprachiger Tourist ist man sowieso aus allen Schwierigkeiten raus. Wer ein ausgepr&#228;gtes Sicherheitsbed&#252;rfnis hat, kann sich hier unter &#8220;<a href="http://www.tifonet.it/guerraepace/" target="_blank">Guerra e Pace</a>&#8221; &#252;ber aktuell bestehende <strong>Fanfreundschaften</strong> (&#8220;<em>Gemelaggi</em>&#8220;) und <strong>Feindschaften</strong> (&#8220;<em>Rivalità</em>&#8220;) der Tifoserien der Serie A und Serie B informieren. Ansonsten empfiehlt es sich, Trib&#252;nenpl&#228;tze zu belegen und nicht in die Kurven zu gehen &#8211; die Machtverh&#228;ltnisse und <strong>Verhaltenskodexe in der Curva</strong> sind f&#252;r den deutschen Gelegenheitsbesucher undurchschaubar und lieber zu vermeiden. Auch ist der Ton dort etwas rauher, genauso wie in der Bundesliga. Mit <strong>Kindern</strong> sollte man sowieso nie in die Kurve gehen (vgl. gesunder Menschenverstand), ansonsten nehme ich selbst meinen Kurzen (8 J.) jederzeit gern mit ins Stadion &#8211; auf die Trib&#252;ne.</p>
<p><strong>Bier</strong> wird im Stadion nicht ausgeschenkt, das gibt es aber in den Bars im Umfeld des Stadions bzw. an den zahlreichen Verkaufsst&#228;nden drumherum. Hier kann man auch ordentlich essen oder diverse <strong>Fan-Artikel</strong> als Souvenir einkaufen. Nicht-offizielle Shirts kann man f&#252;r 10-15 Euro erwerben, Schals kosten 5-10 Euro und Fahnen um die 10 Euro. Als Deutscher am besten ein bisschen daneben stellen und schauen, was die Italiener bezahlen &#8211; italienische fliegende H&#228;ndler sind bei der Preisgestaltung oft sehr flexibel. Ab Rom s&#252;dw&#228;rts w&#252;rde ich zudem passend zahlen.</p>
<p>Wie immer in Italien, kommt man auch im Umfeld von Fu&#223;ballstadien nicht weit mit <strong>Fremdsprachen</strong>. Ein paar Grundbegriffe des italienischen sind immer hilfreich, schon um herauszufinden, wo der Eingang (&#8220;<em>ingresso</em>&#8220;) f&#252;r jeden jeweiligen Sektor (&#8220;<em>settore</em>&#8220;) ist oder das Parkleitsystem zu begreifen (&#8220;<em>parcheggio</em>&#8220;). Mit Deutsch oder Englisch kann man nicht viel anfangen, die Ordner k&#246;nnen teilweise nicht einmal Italienisch. </p>
<p>Wenn eure Italienisch-Kenntnisse ausreichend sind, solltet ihr in Italien trotzdem <strong>Gespr&#228;che &#252;ber Fu&#223;ball</strong> sehr diplomatisch angehen, hier lauern erhebliche Fettn&#228;pfe. Der Italiener lebt seine Leidenschaft f&#252;r den Fu&#223;ball sehr emotional und die feinen Verwerfungen zwischen den einzelnen Regionen und Vereinen sind einerseits komplett undurchschaubar und haben ihren Ursprung in irgendwelchen Geschehnissen vor 60 Jahren oder 2 Wochen und werden andererseits auch deutlich impulsiver gelebt. Vor allem, wenn fu&#223;ballfremde Einfl&#252;sse dazukommen wie etwa regionale Feindschaften (Mailand/Neapel) oder unterschiedliche politische  Ausriuchtungen (Livorno/Lazio). Was zwischen etwa Dortmund und Schalke meist Folklore ist, kann hier schnell in einen handfesten Hass ausarten. Am besten so tun, als ob ihr euch nicht f&#252;r Fu&#223;ball interessiert oder bestenfalls nur irgendeine deutsche Mannschaft unterst&#252;tzt. Mann darf zum Beispiel keinesfalls davon ausgehen, dass man sich in Neapel oder Palermo Freunde damit macht, wenn man &#252;ber die Klubs aus dem reichen Norden herzieht &#8211; praktisch alle S&#252;ditaliener sind entweder sowieso Fan eines der 3 gro&#223;en Clubs oder haben zumindest Milan, Inter oder Juve als Zweitverein (&#8220;<em>seconda squadra</em>&#8220;). Man will ja auch mal auf der Siegerseite sein! Entsprechende Polemiken k&#246;nnen also eher unangenehm zur&#252;ckschlagen.</p>
<p>Nat&#252;rlich ist es &#8211; wie in der Bundesliga auch &#8211; nicht empfehlenswert, mit dem <strong>Auto</strong> anzureisen, der <strong>&#246;ffentliche Nahverkehr </strong>in Italien ist g&#252;nstig und halbwegs zuverl&#228;ssig. Rauchbomben, <strong>Pyrotechnik</strong> etc. mit ins Stadion zu bekommen, ist f&#252;r den Durchschnittsurlauber unm&#246;glich, hier muss man die richtigen Leute kennen (siehe Ticketverkauf) und wer die richtigen Leute kennt, braucht ja diesen Text nicht. Im Zuge von organisierten Ausw&#228;rtsfahrten mit einem deutschen Verein bei geschlossener Anreise kann man das mal versuchen, die Einla&#223;ontrollen sind hier etwas laxer, aber empfehlen kann ich das trotzdem nicht mehr, die Zeiten als man noch <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1f8DwR3RggE" target="_blank">brennende Moppeds aus dem Oberrang werfen</a> konnte, sind vorbei. <img src='http://www.altravita.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Tickets</strong></p>
<p><strong>Update:</strong> Aufgrund der vielen Fragen zum Thema und des gro&#223;en Interesses, das diese Seite hervorgerufen hat, habe ich mich entschlossen, Eintrittskarten f&#252;r ausgew&#228;hlte Fu&#223;ballspiele der italienischen Serie A gleich hier auf altravita.com anzubieten: <a href="http://www.altravita.com/tickets-serie-a" target="_blank"><strong>TICKETSHOP</strong></a>. Ich hab bisher &#252;ber Seatwave nichts negatives geh&#246;rt, selbst nur gute Erfahrungen gemacht und die gegebenen Versicherungen zur Verf&#252;gbarkeit der Karten und der Geld-zur&#252;ck-Garantie bei Problemen klingen dann doch seri&#246;s.</p>
<p>Es gab mal Zeiten, da stand man vor dem Spiel am Stadion und kaufte sich einfach eine Eintrittskarte. Im Zuge der versch&#228;rften Repressionen (auch hier getarnt als &#8220;Sicherheitsvorkehrungen&#8221;) ist das Beschaffen von Karten ein <a href="http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/artikel/376071/" target="_blank">durchaus komplizierter b&#252;rokratischer Prozess</a> geworden &#8211; und ich rede nicht nur von Spitzenspielen, die sowieso immer Jahre im Voraus ausverkauft sind. </p>
<p>Es gibt im Prinzip 8 M&#246;glichkeiten, an Tickets zu kommen: &#220;ber Online-Portale, als Dauerkarte, &#252;ber die jeweiligen Vereinsseiten, &#252;ber spezialisierte Reiseveranstalter, &#252;ber offizielle Fanclubs, italienische Freunde, Ebay und den Schwarzmarkt. </p>
<p><strong>Bagarini:</strong> Die letzte M&#246;glichkeit ist sicher f&#252;r den deutschen Gelegenheitsreisenden eher uninteressant, die Einlasskontrollen sind streng, auf den Karten sind &#252;blicherweise der volle Name und die Steuernummer (&#8220;<em>codice fiscale</em>&#8220;) des Karteninhabers vermerkt und werden auch kontrolliert. Nicht immer mit der gleichen Begeisterung seitens des Personals aber eigentlich kommt man in den allermeisten F&#228;llen mit einem nicht zum Personalausweis passenden Ticket nicht rein. Wie gesagt: Kann klappen, eine Reise w&#252;rde ich auf sowas nicht aufbauen. F&#252;r den Fall, dass die Tickets nicht sowieso gef&#228;lscht sind, kann also immer noch der Einlass verwehrt werden, wenn man nicht den passenden Personalausweis zum Biglietto vorweisen kann. Die &#8220;<em>Bagarini</em>&#8220;, denen man die Karten eben noch zu horrenden Preisen abgekauft hat, sind dann nat&#252;rlich l&#228;ngst &#252;ber alle Berge. Der Vorteil ist nat&#252;rlich, dass man auf dem Schwarzmarkt auch direkt vor dem Spiel noch die Chance hat, sich in ausverkaufte Stadien einzukaufen. <strong>Achtung:</strong> Zunehmend gehen die Vereine dazu &#252;ber, die Umschreibung von Karten an den Kassen am Spieltag nicht mehr zu machen. D.h. nichts anderes, als dass auch bei ehrlichen Bagarini (die also die offizielle Umschreibung mitgemacht h&#228;tten) keine Chance mehr haben, eine rechtsg&#252;ltige Eintrittskarte zu verticken!</p>
<p><strong>Ebay:</strong> Ja nat&#252;rlich werden auch &#252;ber Ebay Karten verkauft, aber im Prinzip gilt das oben zu den Schwarzh&#228;ndlern gesagte: Das Risiko, nicht eingelassen zu werden, ist mir zu hoch. Zumal die Preise f&#252;r Spitzenspiele teilweise exorbitant sind. Ich pers&#246;nlich w&#252;rde die Gefahr nicht auf mich nehmen, mir Milan ./. Inter mit 2 Karten à 400.00 EUR in der Tasche vor dem Stadion anzuh&#246;ren. Wer es trotzdem versuchen m&#246;chte: <a href="http://www.ebay.it" target="_blank">Ebay</a> Wie gesagt, am besten vorher auch im Web &#252;ber die Umschreibemodalit&#228;ten informieren.</p>
<p><strong>Italienische Freunde:</strong> Es ist wie immer in Italien, man muss die richtigen Leute kennen. Praktisch jeder Italiener kann bis zu 4 Tickets f&#252;r ein Spiel erwerben, vorzulegen sind dabei lediglich eine Kopie des Personalausweises oder Reisepasses, Urlauber haben ja in der Regel keinen <em>codice fiscale</em>. Wenn ihr also jemanden kennt, fragt einfach mal freundlich an und mailt oder faxt dem euer Dokument. Vielleicht kann man sich beim Italienbesuch auch Freunde machen, indem man mit dem fu&#223;ballinteressierten Hotelpersonal freundlichen Smalltalk (s.o.) pflegt und beim Trinkgeld nicht knausert. *wink, wink, nudge, nudge, say no more&#8230;* Sollte dieser neue Freund zuf&#228;llig Mitglied einer ordentlichen Ultrà-Gruppierung oder eines Fanclubs sein, dann ist ja sowieso alles geritzt &#8211; Herzlichen Gl&#252;ckwunsch!</p>
<p><strong>Fanclubs:</strong> Denn: Falls ihr vorhabt, h&#228;ufiger Spiele zu besuchen, empfiehlt es sich, Mitglied in einem offiziellen (!) Fanclub des Lieblingsvereins zu werden. Offizielle Fanclubs haben immer ein spezielles Kartenkontingent, was besonders f&#252;r Spitzenspiele und Derbys teilweise die einzige M&#246;glichkeit ist, halbwegs g&#252;nstig ins Stadion zu kommen. Besonders die gro&#223;en Vereine haben Fanclubs auch in Deutschland und helfen gerne weiter. Allerdings sind Mitglieder, die nur am Ticketkauf interessiert sind, ungern gesehen. Vor dem Hintergrund der immer schwierigeren Beschaffung muss man sich nicht wundern, wenn Mitglieder bevorzugt werden, die auch aktiv am Vereinsleben teilnehmen. Macht das also nur, wenn ihr auch vorhabt, euch einzubringen.</p>
<p><strong>Reiseveranstalter:</strong> Es gibt ein paar Reiseveranstalter, die organisierte Touren und Tickets f&#252;r die Serie A anbieten. Guten Gewissens und aus eigener Erfahrung empfehlen kann ich Michele und Renato Cedrolas <a href="http://www.frontgroup.ch/ticketsandtours/tours.php" target="_blank">Front Group</a> aus der Schweiz. Die Jungs kenne ich pers&#246;nlich und auch mit dem einen oder anderen Ticket haben sie mir schon geholfen. Spezialisiert sind sie auf Spiele in Mailand, Turin und Rom, aber auch f&#252;r andere Spiele kann man jederzeit mal fragen. Einerseits kann man die ganze <strong>Reise</strong> buchen (ab Schweiz oder &#214;sterreich), mit dem Vorteil, dass man ganz entspannt und in der Gruppe mit dem Bus anreist und sich keine Gedanken &#252;ber Maut, Parkpl&#228;tze, Sch&#228;den am Auto, Verpflegung oder <a href="http://www.altravita.com/autofahren-in-italien.php" target="_blank">italienischen Verkehr</a> machen muss. Andererseits kann man aber auch nur das Ticket buchen, was einem dann entweder zugeschickt oder direkt am Stadion &#252;bergeben wird. Nicht unerw&#228;hnt lassen m&#246;chte ich, dass Front auf dem Parkplatz vor dem Stadion die einzige Bezugsquelle f&#252;r richtiges Bier und richtige Bratw&#252;rstchen vom Grill ist! Nicht die billigste aber mit gro&#223;em Abstand die unkomplizierteste Variante: <a href="http://www.frontgroup.ch/ticketsandtours/tours.php" target="_blank">Front Group</a></p>
<p><strong>Dauerkarten:</strong> Hier ein Nachtrag aus den Kommentaren zum Text: Es ist f&#252;r deutsche und andere EU-Ausl&#228;nder prinzipiell m&#246;glich, eine <strong>Dauerkarte</strong> zu beziehen &#8211; jedenfalls spricht kein Bundesgesetz dagegen und &#8211; beispielhaft &#8211; f&#252;r den AC Milan habe ich aus gew&#246;hnlich gut informierter Quelle, dass nicht alle Dauerkarten-Inhaber ihren Wohnsitz in Italien haben. <em>&#8220;Einfach einmal in eine <a href="http://www.intesasanpaolo.com/scriptIbve/retail20/RetailIntesaSanpaolo/ita/home/ita_home.jsp" target="_blank">Filiale der Banca Intesa</a> gehen, dort notfalls Perso und codice fiscale vorzeigen, und dann hatmanse. Danach einfach nur erneuern! Da schaut ja keine Sau nach, wer wo wohnt!&#8221;</em> (Den <em>codice fiscale</em> kann man sich in 20 Minuten &#252;brigens bei jedem Finanzamt in Italien besorgen oder <a href="http://www.paginebianche.it/execute.cgi?&#038;font=default&#038;l=de&#038;ts=30" target="_blank">hier selber ausrechnen</a> (Geburtsgemeinde = &#8220;Germania Ovest&#8221;).) Das ist bei weitem nicht nur f&#252;r h&#228;ufige Spielbesuche interessant: Eine Dauerkarte f&#252;r den dritten Oberring bei Milan kostet z.B. 130.00 EUR f&#252;r die aktuelle Saison &#8211; das ist pro Saison (!) weniger, als verschiedene Quellen bereits f&#252;r einzelne Spitzenspiele wie das Mail&#228;nder Stadtderby oder gegen Juve aufrufen! Zudem sichert man sich das Vorkaufrecht f&#252;r die Champions-League-Spiele, kommt also als Dauerkarteninhaber auch hier ggf. leichter und billiger an die begehrten Tickets. Ein Abo f&#252;r diese CL-Saison f&#252;r den Oberring kostet z.B. beim AC Milan 22.00 EUR! Allerdings muss man f&#252;r die Dauerkarte pers&#246;nlich erscheinen und den Ausweis vorlegen. Genauere Hinweise zum Erwerb von Dauerkarten finden sich zu Saisonbeginn auf den Homepages der Vereine (s.u.).</p>
<p><strong>Online-Portale:</strong> Es gibt ein paar Online-Portale, die sich dem Kartenverkauf f&#252;r italienische Fu&#223;ballspiele der Serie A und B widmen. Vorteil ist, dass es diese Seiten jeweils auch auf Englisch gibt und dass einige kleinere Vereine ihre Ausw&#228;rts-Tickets grunds&#228;tzlich &#252;ber diese Websites vertreiben. F&#252;r den Kauf vor Reiseantritt aus Deutschland ist dies die meist einzige M&#246;glichkeit, sich den Stadionbesuch vorab zu sichern. Nachteil ist, dass man f&#252;r Derbys und Spitzenspiele hier meist absolut keine Chance hat, zu sinnvollen Preisen an Karten zu kommen. <a href="http://www.google.de/search?hl=de&#038;q=biglietti+serie+a" target="_blank">Diese Portale findet ihr bei Google</a>, meist englischsprachige, die Karten teilweise zu absoluten Mondpreisen anbieten. Ich habe schon gesehen, wie Karten f&#252;r den 3. Oberrang im San Siro (Normalpreis 11 Euro) f&#252;r 270 Euro angeboten wurden! </p>
<p>Eine weitere sch&#246;ne M&#246;glichkeit ist der Kauf und Verkauf von Fu&#223;ballkarten (auch f&#252;r die Serie A) bei <a href="http://ad.zanox.com/ppc/?10230250C2085049074T" target="_blank">Seatwave</a> oder bei Get Me In! (<a href="http://www.altravita.com/tickets-serie-a" target="_blank">gleich hier auf altravita.com</a>).</p>
<p><strong>Generelle Websites zum Ticket-Verkauf f&#252;r die Serie A</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.listicket.it/calcio/?S=&#038;lang=EN" target="_blank">ListTicket (Lottomatica)</a></li>
<li><a href="http://www.ticketone.it/section.jsp?idCat=545" target="_blank">Ticket One</a></li>
<li><a href="http://ad.zanox.com/ppc/?10230250C2085049074T" target="_blank">Seat Wave &#8211; Die Ticketb&#246;rse von Fan zu Fan</a></li>
</ul>
<p><strong>Vereinsseiten:</strong> Die Vereine der Serie A und B stellen M&#246;glichkeiten zum Bezug von Karten (&#8220;<em>biglietti</em>&#8221; bzw &#8220;<em>biglietteria</em>&#8220;) auf ihren Internetseiten vor, hier findet man auch Informationen zum Stadion, also wie man hinkommt, wo man parken kann, wo die einzelnen Sektoren liegen und welche Beschr&#228;nkungen der Antiterrorkampf gegen Fu&#223;ball-Fedayin f&#252;r die aktuelle Partie gerade notwendig macht. <em><strong>Update:</strong> Der AC Milan verkauft ab sofort Tickets an Ausl&#228;nder <a href="http://www.bestticket.it/newbt/default.asp?shop_id=MILANENG" target="_blank">direkt &#252;ber die eigene Website</a>.</em> Einerseits wird dort auf den Online-Partner der Wahl verwiesen (keines der o.g. Portale hat Tickets f&#252;r <em>alle</em> Mannschaften), andererseits werden Bezugsm&#246;glichkeiten vor Ort aufgelistet, meist &#8220;Biglietterie&#8221;, also Kartenvorverkaufsstellen in der jeweiligen Region oder &#8220;<em>Tabacchai</em>&#8220;, Zigarettenl&#228;den und Lottoshops. Eintrittskarten f&#252;r verschiedene Mannschaften der Serie A k&#246;nnen z.B. am Spieltag bis 13.00 Uhr bei allen Verkaufspunkten der <a href="http://www.listicket.it/calcio/?S=&#038;lang=EN" target="_blank">Lottomatica/LisTicket</a> (&#252;blicherweise Tabakl&#228;den) oder <a href="http://www.ticketone.it/section.jsp?idCat=545" target="_blank">Ticket One</a> in der Heimspielprovinz erworben werden. Das ist interessant f&#252;r Urlauber, die schon vor Ort sind, also l&#228;nger bleiben.</p>
<p>Gro&#223;e Vereine verkaufen Ihre Tickets auch &#252;ber ausgesuchte Gro&#223;banken mit einem weiten Filialnetz. Karten f&#252;r den <strong>AC Milan</strong> kann man z.B. in jeder Filiale der <a href="http://www.intesasanpaolo.com/scriptIbve/retail20/RetailIntesaSanpaolo/ita/home/ita_home.jsp" target="_blank">Banca Intesa Sanpaolo</a> erwerben, <strong>Inter</strong> (brrrrrr) vertreibt Karten &#252;ber die Niederlassungen der BPM (Banca Popolare di Milano). Das Filialnetz wiederum findet man auf den &#8211; meist mehrsprachigen &#8211; Internetauftritten der jeweiligen Banken. Ausweis und Geld mitnehmen und einfach am Schalter fragen &#8211; die Tickets werden direkt online erworben und direkt ausgedruckt. Entsprechende Hinweise auf diese M&#246;glichkeit finden sich jeweils auf den u.g. Websites.</p>
<p><strong>Homepages Ticketverkauf Serie A-Mannschaften</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.atalanta.it/atalanta/show.do?dispatch=page&#038;area=biglietteria" target="_blank">Atalanta Bergamo</a></li>
<li><a href="http://www.asbari.it" target="_blank">AS Bari</a></li>
<li><a href="http://www.bolognafc.it" target="_blank">Bologna FC</a></li>
<li><a href="http://www.cagliaricalcio.net//botteghino/index.asp?g=24&#038;type=1" target="_blank">Cagliari Calcio</a></li>
<li><a href="http://www.calciocatania.net/marketing/biglietti_abbonamenti/prev_biglietti.php" target="_blank">Catania Calcio</a></li>
<li><a href="http://www.chievoverona.it/" target="_blank">AC Chievo Verona</a></li>
<li><a href="http://www.acffiorentina.it/it/infopage.aspx?Ctn=287458" target="_blank">ACF Fiorentina</a></li>
<li><a href="http://www.genoacfc.it/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=2765&#038;Itemid=104" target="_blank">Genoa CFC</a></li>
<li><a href="http://www.inter.it/en/biglietti/acquista.html" target="_blank">FC Internazionale</a></li>
<li><a href="http://www.juventus.com/site/ita/JAY_ticket_seriea.asp?myticket=1" target="_blank">FC Juventus</a></li>
<li><a href="http://www.sslazio.it/cms/view/home/biglietteria/s147" target="_blank">SS Lazio</a></li>
<li><a href="http://www.livornocalcio.it" target="_blank">A.S. Livorno Calcio</a></li>
<li><a href="http://www.bestticket.it/newbt/default.asp?shop_id=MILANENG" target="_blank">AC Milan</a></li>
<li><a href="http://www.sscnapoli.it/client/render.aspx?content=1&#038;root=211" target="_blank">SSC Napoli</a></li>
<li><a href="http://www.ilpalermocalcio.it/it/tickets/tickets.jsp" target="_blank">US Città di Palermo</a></li>
<li><a href="http://www.fcparma.com" target="_blank">Parma F.C.</a></li>
<li><a href="http://www.asroma.it/Ricevitorie.aspx" target="_blank">AS Roma</a></li>
<li><a href="http://www.sampdoria.it/index.php?option=com_ticketing&#038;Itemid=80" target="_blank">UC Sampdoria</a></li>
<li><a href="http://www.acsiena.it/biglietti.php3" target="_blank">AC Siena</a></li>
<li><a href="http://www.udinese.it/home_udinese.php?n=65059&#038;l=it" target="_blank">Udinese Calcio</a></li>
</ul>
<p>Ich kann leider keine Karten besorgen, f&#252;r alle anderen Fragen rund um Fu&#223;ballspiele in Italien stehe ich aber gern zur Verf&#252;gung. Desweiteren bin ich nat&#252;rlich dankbar f&#252;r alle Tips, Hinweise, Anregungen und Verbesserungsvorschl&#228;ge.</p>
<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Restaurants in Italien</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Dec 2007 09:58:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>altravita</dc:creator>
				<category><![CDATA[Italien für Anfänger]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p>Durch das kollektive Ged&#228;chtnis deutscher Italienreisender schwirren ein paar Vermutungen &#252;ber das Essen gehen in Italien, die zwar in jedem Reisef&#252;hrer wiederholt werden, deshalb aber noch lange nicht stimmen. Meist dienen solche Hinweise nur davon, den &#8220;kundigen Italienreisenden&#8221; vom Durchschnittsurlauber abzuheben &#8211; da spielt es kaum eine Rolle, ob solche Empfehlungen wirklich so richtig sind. [...]</p></p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p>Durch das kollektive Ged&#228;chtnis deutscher Italienreisender schwirren ein paar Vermutungen &#252;ber das <a href="http://www.altravita.com/restaurants" target="_blank">Essen gehen in Italien</a>, die zwar in jedem Reisef&#252;hrer wiederholt werden, deshalb aber noch lange nicht stimmen. Meist dienen solche Hinweise nur davon, den &#8220;kundigen Italienreisenden&#8221; vom Durchschnittsurlauber abzuheben &#8211; da spielt es kaum eine Rolle, ob solche Empfehlungen wirklich so richtig sind. Nach sieben Jahren als Deutscher in Italien stelle ich an dieser Stelle meine eigenen Erfahrungen mit Vorurteilen und Stereotypen vor. Alle folgenden Hinweise beziehen sich auf ganz normale Ristoranti und Trattorie &#8211; in Sterne-Lokalen bewegt man sich wie &#252;berall sonst auch.</p>
<p>Ich stelle die wichtigste Empfehlung einfach mal voran: Wenn ein Restaurant an einem normalen Wochentag voll ist, besonders Mittags, und vor dem Lokal lauter Autos mit italienischen Kennzeichen stehen, dann isst man dort sehr gut und preiswert. Gilt immer und &#252;berall und der Hintergrund ist folgender: Mittags essen Maurer und andere Handwerker, die haben ein feines N&#228;schen und sind ein durchaus verw&#246;hntes V&#246;lkchen: F&#252;r ihr 10-Euro-Mittagsmen&#252; wollen die gut und m&#246;glichst viel essen, wer das nicht bieten kann, wird verschm&#228;ht &#8211; Bauarbeiter sind daf&#252;r bekannt, dass sie gegebenenfalls die Trattoria neben der Baustelle links liegen lassen und ein paar Kilometer weiter essen fahren. Mund-zu-Mund-Propaganda f&#252;hrt sehr schnell dazu, dass bei schlechtem Essen ein eben noch gut frequentiertes Ristorante innerhalb von Tagen verwaist! Gleiches gilt auch f&#252;r den normalen Betrieb am Abend, eine italienische Freundin hat mir mal sehr pr&#228;gnant den Grund daf&#252;r genannt: Essen hat in Italien eine sehr hohen Stellenwert, man gibt einen viel h&#246;heren Anteil seines Lohns f&#252;r Restaurantbesuche aus. Daf&#252;r erwartet man sich aber auch besseres Essen als Zuhause. Nun ist es traditionell so, dass die italienische Mamma, Nonna oder wer sonst so kocht, in der Regel hervorragend kochen kann &#8211; geht man abends aus, so erwartet man sich etwas besonderes, besseres! Achtet mal drauf: Viele oder nur italienische Kennzeichen auf dem Parkplatz, oft verbunden mit einem vergleichsweise kargen, unpr&#228;tenti&#246;sen Ambiente, sind sichere Anzeiger hoher Essqualit&#228;t. Und vergesst Reisef&#252;hrer mit ihren &#8220;Insidertipps&#8221;. Allerdings gibt es in solchen typischen Lokalit&#228;ten oft keine <strong>Speisekarte</strong> &#8211; und schon gar keine deutsche &#8211; und man erh&#228;lt einen Vortrag vom Kellner oder die Gerichte stehen auf einer Tafel an der Wand. Macht nichts, der Italiener bestellt sowieso nichts von der Karte, sondern geht mit W&#252;nschen und Vorstellungen ins Restaurant und handelt aus, worauf er Lust hat. <img src='http://www.altravita.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Es ist auch zum Beispiel keineswegs so, dass beim Restaurantbesuch ein bestimmter Prozentsatz, 5 % oder 10 %, als <strong>Trinkgeld</strong> (&#8220;<em>mancia</em>&#8220;) erwartet wird; noch weniger wird erwartet, Kleinrechnungen beim Barbesuch irgendwie aufzurunden. Wenn der <em>caffè</em> 90 Cent kostet, dann ist es v&#246;llig normal, sich die 10 ct herausgeben zu lassen &#8211; Urlauber oder nicht. Gleiches gilt f&#252;r die Restaurantrechnung, es besteht einfach kein &#8211; auch ungeschriebenes &#8211; Gesetz, dass man Trinkgeld geben <em>muss</em>. Selbstverst&#228;ndlich freut sich die oft vergleichsweise karg bezahlte Bedienung &#252;ber eine Aufmerksamkeit, diese wird aber nach dem korrekten Bezahlen der Rechnung entweder auf dem Tisch liegen gelassen, der Bedienung in die Hand gedr&#252;ckt oder in die Spardose &#8220;Mancia&#8221; neben der Kasse gesteckt. Das funktioniert genauso, wie in Deutschland auch: war die Bedienung nett und aufmerksam, zeigt man sich gern erkenntlich, war sie langsam und hochn&#228;sig, l&#228;sst man das mit dem Trinkgeld eben bleiben. Der Italiener macht das ganz genauso auch wenn er Touristen nat&#252;rlich gern in dem Glauben l&#228;sst, 10 % Trinkgeld seien die Norm.</p>
<p>In Italien isst man in der Regel <strong>sp&#228;ter als in Deutschland</strong>, also meist ab 20.30 Uhr &#8211; je weiter s&#252;dlich, umso sp&#228;ter. Bitte fallt also nicht um 18.00 Uhr in die Pizzeria ein, erstens seid ihr dann alleine und zweitens gibt es da noch nichts zu essen. Ausnahmen stellen hier die Touristenfallen dar, hier kann man meinetwegen auch um sechs Uhr abends schon essen und bekommt eine deutsche Speisekarte ausgeh&#228;ndigt &#8211; daf&#252;r aber auch Spaghetti mit Ketchup und da wollen wir ja auch nicht hingehen. Mittag isst man zwischen 12.00 und 13.30 Uhr, danach ist die K&#252;che zu und Fr&#252;hst&#252;ck findet ja eh nicht statt. Ein italienisches Fr&#252;hst&#252;ck besteht &#8211; wenn &#252;berhaupt &#8211; aus einem Kaffee im Stehen und bestenfalls einem H&#246;rnchen (&#8220;<em>cornetto</em>&#8221; bzw. &#8220;<em>brioche</em>&#8220;) oder einem ungetoasteten labberigen Toast (&#8220;<em>tramezzino</em>&#8220;).</p>
<p>Eine weitere in den meisten Reisef&#252;hrern auftauchende Empfehlung ist es, doch bitte die <strong>Rechnung</strong> f&#252;r den Tisch unbedingt gemeinsam zu zahlen und danach untereinander den Betrag pro Kopf auszuhandeln. Kann ich so nicht unbedingt best&#228;tigen, nat&#252;rlich freut sich die Kassiererin &#252;ber weniger Arbeit, es geht aber niemand davon aus, dass die lustige 20-k&#246;pfige Geburtstagsgesellschaft mehrere hundert Euro gemeinsam bezahlt und sich dann vor dem Restaurant mit den Details befasst. Es ist v&#246;llig normal, dass jeder Teilnehmer des lustigen Abends an der Kasse das bezahlt, was er verzehrt hat. Das gilt auch f&#252;r deutsche Urlauber, ihr macht euch also keineswegs unbeliebt oder steht &#8211; noch schlimmer &#8211; als Italien-Anf&#228;nger dar, wenn jeder &#8220;seine&#8221; Rechnung bezahlt. Wie gesagt, eine gemeinsame Rechnung ist sch&#246;n wenn m&#246;glich, gilt aber keineswegs als Zwangskonvention. Das einzelne Bezahlen der Rechnung wird zwar gelegentlich als &#8220;<em>alla romana</em>&#8221; bezeichnet (weil die unh&#246;flichen R&#246;mer das tun), man erkennt aber besonders bei gr&#246;&#223;eren Gruppen durchaus Gr&#252;nde an, die dies notwendig machen. Macht euch also deswegen keinen Kopf &#8211; ich bringe an der Stelle manchmal an, dass so ja auch &#8211; gegebenenfalls &#8211; viel h&#228;ufiger Trinkgeld anf&#228;llt.</p>
<p>Eine Einschr&#228;nkung gibt es beim <strong>Trinken an der Bar</strong>, hier zahlt man immer eine Runde, gern auch f&#252;r unbeteiligt herumstehende. Wenn ihr also &#246;fters mal in dieselbe Bar geht, ladet ruhig die alten M&#228;nner am Tresen mit ein &#8211; meist haben die schon ein Glas vor sich stehen, ihr braucht nur drauf zu zeigen, die Bedienung versteht das schon. Im Gegenzug erhaltet ihr so immer die besten Tipps zu den Sehensw&#252;rdigkeiten der Gegend oder zumindest einen kommunikativen Abend &#8211; garantiert hat irgendeiner der Barbesucher schonmal 30 Jahre in Deutschland gearbeitet und verwickelt euch in ein interessantes Gespr&#228;ch. Da k&#246;nnt ihr dann gern fragen, was man denn anschauen sollte in der Gegend oder wo man gut essen gehen kann! Der Italiener freut sich immer &#252;ber echtes Interesse an seiner Heimat und dieses elende Unter-sich-bleiben ist eine bl&#246;de deutsche Angewohnheit. Zahlt also immer mal eine Runde, die paar &#8220;<em>rossi</em>&#8221; werden euch nicht umbringen, und lehnt keine Einladung ab &#8211; das gilt wirklich als unh&#246;flich. Und bitte vermeidet das Thema <a href="http://www.altravita.com/Italien/fussball" target="_blank">Fu&#223;ball</a>, da k&#246;nnt ihr nur in Fettn&#228;pfchen treten.</p>
<p>Dass ein &#8220;<strong>Espresso</strong>&#8221; nur von Touristen bestellt wird, alle anderen &#8220;<em>caffè</em>&#8221; sagen, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Glaubt aber nicht, dass ihr mit dem Wort gleich eine Klasse aufsteigt und sozusagen eingemeindet werdet oder als Italiener durchgeht. Wenn ihr also durchaus korrekt einen &#8220;caffè&#8221; bestellt, wundert euch nicht &#252;ber die Nachfrage &#8220;americano&#8221;? oder &#8220;tazza grande&#8221;? <em>Caffè americano</em> ist das &#196;quivalent zur deutschen Kaffeemaschinen-Br&#252;he und um sicherzugehen, wird lieber nochmal nachgefragt. Die Deutschen sind ja bekanntlich das einzige Volk auf dem Planeten, das sich seiner Herkunft sch&#228;mt und entweder zu verbergen sucht oder durch Zurschaustellen von Landeskenntnis sich von seinen Landsleuten abzugrenzen sucht. Nur kein Italiener wird das jemals verstehen &#8211; ihr seid Touristen und von euch wird durchaus erwartet, dass ihr euch wie solche verhaltet. Insofern ist es &#252;berhaupt nicht bedenklich, einen &#8220;<a href="http://www.altravita.de/Espresso.php" target="_blank">Espresso</a>&#8221; zu bestellen, das ist ein durchaus akzeptables Wort in der Landessprache und &#8220;caffè&#8221; zu sagen macht euch auch nicht italienischer. Im Gegenteil freut man sich &#252;ber Touristen, ihr d&#252;rft also durchaus welche sein &#8211; im Zweifel werden wir sowieso f&#252;r kulinarische H&#246;hlenmenschen gehalten, niemand erwartet also formvollendetes italienisches Speisen von uns.</p>
<p>Eine weitere oft abgeschriebene Empfehlung ist es, doch bitte niemals nur einen Gang zu nehmen, da man in Italien <strong>grunds&#228;tzlich mehrg&#228;ngig</strong> speist und alles andere als extrem unh&#246;flich gilt. Kann man so nicht unbedingt stehen lassen: Mittags ist es sowieso egal, mittags kann man durchaus gefahrlos einen Teller Pasta bestellen, niemand geht davon aus, dass mehrg&#228;ngige Men&#252;s geordert werden. Im Zweifelsfall w&#228;hlt ihr aber sowieso das &#8220;<em>menu turistico</em>&#8221; f&#252;r 10 oder 11 Euro, die Dimensionen sind angepasst und man kann auch nichts falsch machen. Es ist im gro&#223;en italienischen Abendessen Usus, Antipasti, Primo, Secondo, Dolce und caffè zu sich zu nehmen &#8211; keineswegs muss man hieraus den Zwang ableiten, jedes Abendessen nach einer Bergwanderung oder einem Tag am Strand, als Festessen zu zelebrieren! Es ist v&#246;llig normal, ein Schnitzel mit Pommes (&#8220;<em>patatine fritte</em>&#8220;) als &#8220;<em>piatto unico</em>&#8221; zu bestellen, meinetwegen noch ein kleines Antipasto dazu, falls man sich dazu bem&#252;&#223;igt f&#252;hlt oder ein Dolce hinterher. Nur ein Teller Pasta oder ein Risotto als &#8220;primo&#8221; ist sicher ungew&#246;hnlich wenig, aber nur einen zweiten Gang (&#8220;<em>Secondo</em>&#8220;), eventuell verbunden mit einer Nachspeise (&#8220;<em>Dolce</em>&#8220;) oder einer Vorspeise (&#8220;<em>Antipasto</em>&#8220;) geht v&#246;llig in Ordnung. Achtet darauf, dass die Beilagen (&#8220;<em>contorno</em>&#8220;) in der Regel separat aufgef&#252;hrt werden &#8211; wer also einen gebratenen Fisch bestellt, erh&#228;lt in der Regel nur den. Ihr d&#252;rft nicht davon ausgehen, dass der Durchschnittsitaliener st&#228;ndig 5 G&#228;nge-Men&#252;s isst, so etwas ist durchaus besonderen Anl&#228;ssen und Zusammenk&#252;nften vorbehalten &#8211; wie halt in Deutschland auch.</p>
<p>Wenn sich auf eurer Rechnung oder Speisekarte ein Betrag &#8220;<strong><strong>coperto</strong></strong>&#8221; (typischerweise 2 oder 3 Euro) findet, so ist das kein Hinweis auf Wegelagerei gegen arme Touristen, sondern ein ganz &#252;blicher Zuschlag. Kalkuliert diese Geb&#252;hr f&#252;r &#8220;Gedeck und Brot&#8221; also einfach in den Preis mit ein, das gilt f&#252;r alle und ist keineswegs ein Betrugsversuch sondern eine landestypische Besonderheit.</p>
<p>Eine deutliche Abweichung gibt es in Bezug auf <strong>Kinder</strong>, Italien ist das K&#246;nigreich der Kinder. Kinder sind immer gern gesehen und haben auch Narrenfreiheit, ich hatte niemals Probleme, wenn mein Kurzer sich wie ein Kind benimmt, bis Mitternacht herumstrolcht, die K&#252;che besuchen geht, sich an andere Tische setzt oder auch mal auf zwei St&#252;hlen einschl&#228;ft. Bambini sind toll und wundert euch nicht, wenn die Bedienung komplett antritt, um den Kleinen oder die Kleine zu begr&#252;&#223;en, Sp&#228;&#223;e zu machen oder im Restaurant herumzuf&#252;hren. Wenn es den Kindern gut geht, ist alles in Ordnung. Und bitte nicht die Nase r&#252;mpfen, wenn andere Italienern ihren <em>bambini</em> auch mal einen Spritzer Wein ins Wasser tun oder am Bierschaum nippen lassen &#8211; irgendwo muss die sprichw&#246;rtliche italienische Gelassenheit ja herkommen. Dass Kinder mal laut sind oder ein Glas umwerfen ist normal und f&#252;hrt h&#246;chstens zu Begeisterung oder der Bemerkung &#8220;sind eben Kinder&#8221;. Niemand erwartet, dass ein ganz normales Kind sich bei einem mehrst&#252;ndigen gem&#252;tlichen Abendessen nicht langweilt und brav am Tisch sitzen bleibt &#8211; auf sowas kommen nur Deutsche.</p>
<p>Kurzum: Macht euch mal locker! Ihr seid Deutsche, als Touristen gern gesehen und braucht euch auch nicht zu verstecken oder falsch zu assimilieren. Man weiss, dass nicht alle Deutschen gleich sind und durchaus Unterschiede zwischen den einzelnen V&#246;lkern gibt. Seid sympathisch und versucht nicht, st&#228;ndig irgendwelchen scheinbaren &#8220;Normen&#8221; zu entsprechen. Sich von anderen Deutschen abzugrenzen oder &#252;ber sie herzuziehen wird kein Italiener jemals verstehen und bringt euch h&#246;chstens Verwunderung ein &#8211; ansonsten gelten die Regeln des Anstands und des gesunden Menschenverstands.</p>
<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Autofahren in Italien</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 13:43:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p>In Italien kann man entgegen verbreiteter Vorurteile durchaus Auto fahren, Millionen von Italienern machen es jeden Tag vor. Da zu Fu&#223; gehen als ungewollte Erinnerung an &#228;rmere Zeiten gilt und entsprechend verp&#246;nt ist, f&#228;hrt der durchschnittliche Italiener auch kleinste Strecken grunds&#228;tzlich nur motorisiert, B&#252;rgersteige sind auch entweder gar nicht erst vorhanden oder gelten als Motorroller-Parkplatz. [...]</p></p><p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p><p>In Italien kann man entgegen verbreiteter Vorurteile durchaus Auto fahren, Millionen von Italienern machen es jeden Tag vor. Da zu Fu&#223; gehen als ungewollte Erinnerung an &#228;rmere Zeiten gilt und entsprechend verp&#246;nt ist, f&#228;hrt der durchschnittliche Italiener auch kleinste Strecken grunds&#228;tzlich nur motorisiert, B&#252;rgersteige sind auch entweder gar nicht erst vorhanden oder gelten als <a href="http://www.preis.de/katalog/Motorroller/7,2335,3887,2338.html" title="Motorroller">Motorroller</a>-Parkplatz. Wundert euch also nicht, wenn ihr beim Spaziergang entweder sehr seltsam angeschaut werdet oder gar nicht angeschaut und daf&#252;r an die Hauswand gedr&#252;ckt. Autofahren in Italien ist aber auch f&#252;r Deutsche erlernbar, wenn man ein paar einfache Regeln beherzigt. Denn teilweise wird auch in der Stra&#223;enverkehrsordnung zwischen den Zeilen gelesen und h&#228;ufig improvisiert. Alles eine Frage der richtigen Einstellung!</p>
<p>Wie bei fast allen Besch&#228;ftigungen teilt sich das Land auch beim Autofahren in zwei H&#228;lften, den Norden und den S&#252;den. Die meisten Stereotypen &#252;ber nicht angeschnallte Italiener, die bei Rot &#252;ber die Ampel brettern, sich zu f&#252;nft auf eine dreispurige Stra&#223;e quetschen, mit zwei H&#228;nden gestikulieren und mit der Stirn dauernd hupen beziehen sich auf den S&#252;den. In den S&#252;den Italiens wagt man sich, wenn man muss &#8211; am besten mit einem guten Gel&#228;ndewagen (nicht neu!) und unter Verzicht auf alles, was man in der Fahrschule gelernt hat. Verkehrsregeln werden meist erst vor Ort verhandelt, so dass eine gewisse Kommunikationsfreudigkeit ganz hilfreich ist. Lautes Hupen hat meist auch nicht die deutsche Bedeutung des &#8220;Platz da, Arschloch&#8221; sondern dient meist nur der Signalisierung des &#8220;Ich bin hier, nur eine kleine Erinnerung, falls du mich nicht gesehen hast&#8221;, aber wom&#246;glich gilt es gar nicht dir, sondern der miniberockten Dorfgrazie vor dem B&#228;cker. Hupen ist gut f&#252;r die Seele, macht Spa&#223; und sorgt f&#252;r den vom S&#252;ditaliener gewohnten Ger&#228;uschpegel, seit ja auch Fiat das landestypische Klappern und Rasseln weitgehend unter Kontrolle gebracht hat. Die Ausschilderung ist h&#228;ufig eher unkonventionell, Ortsschilder finden sich &#8211; wenn &#252;berhaupt &#8211; durchaus auch mal in der Mitte des Dorfs, aber daf&#252;r gibt&#8217;s ja Navi. Man kann nat&#252;rlich auch an der Dorfkneipe halten, viele neue Freunde machen und sich den Weg erkl&#228;ren lassen &#8211; nicht empfehlenswert, wenn man am gleichen Tag noch irgendwohin will. Eine gewisse Gelassenheit hilft beim entspannteren Ankommen, Fahrzeiten sollte man gro&#223;z&#252;gig kalkulieren &#8211; Stress macht sich der S&#252;ditaliener nicht, besonders nicht beim Autofahren. Besonders in St&#228;dten sollte man zudem schnell lernen, die h&#228;ufig in Scharen auftretenden Vespas zu ignorieren &#8211; deren Fahrer sind todesmutig aber sehr ge&#252;bt im Ausweichen. Also Fenster runterkurbeln, eine gute Italienische CD ins Autoradio und &#8220;go with the flow&#8221;.</p>
<p>Der Norden verh&#228;lt sich weitgehend mitteleurop&#228;isch mit ein paar mediterranen Einsprengseln, An roten Ampeln wird gehalten, f&#252;r Falschparken gibt es &#8211; h&#228;ufig sehr pers&#246;nlich formulierte &#8211; Strafzettel, Geschwindigkeitsbegrenzungen werden per Radar &#252;berwacht und meist auch die Fahrspuren eingehalten. Allerdings gibt es auch hier ein paar Besonderheiten, die der ordentliche deutsche Autofahrer zum Wohle der geistigen Gesundheit kennen sollte. Zun&#228;chst einmal Autobahnen, auf der Autobahn benutzt der Italiener soweit m&#246;glich nur die Mittelspur, egal mit welcher Geschwindigkeit. &#220;berholt werden sollte trotzdem nur links, weil zu erwarten ist, dass der langsamere Italiener aus purer Freundlichkeit dem herannahenden Wagen nach rechts Platz macht &#8211; auch wenn man dort schon auf gleicher H&#246;he ist. Lieber also links vorbei! Sowieso kennen die meisten Italiener nur zwei Geschwindigkeiten, ganz schnell und ganz langsam. An eine der beiden sollte man sich anpassen, weil das Fahren mit den vorgeschriebenen 130 km/h nur dazu f&#252;hrt, dass man andauernd ausgebremst und gleichzeitig links mit 180 Sachen &#252;berholt wird. Nicht entspannend! Im Umfeld von Gro&#223;st&#228;dten wie Mailand kommt man regelm&#228;&#223;ig durch Mautstellen, achtet darauf, dass ihr euch beizeiten entsprechend der Vorwegweiser richtig einordnet und nicht etwa in den gelben Spuren f&#252;r Telepass oder blau f&#252;r Viacard landet &#8211; da wieder herauszukommen sorgt kurz vor der Schranke beim unge&#252;bten Italienreisenden regelm&#228;&#223;ig f&#252;r Herzinfarkte und Zur&#252;cksetzen wird als &#8220;Wenden auf der Autobahn&#8221; geahndet, ist also auch nicht empfehlenswert.</p>
<p>In l&#228;ndlicheren Gegenden ist das Kurvenschneiden beliebt, haltet euch also bei Touren durchs H&#252;gel- oder Bergland extrem rechts, weil in der Kurve praktisch immer jemand auf eurer Spur entgegenkommt und sei es auch nur der &#252;ber die Mittellinie hinausragende Kopf eines Vespafahrers in Schr&#228;glage. Mit fortschreitender Abendstunde steigt auch der durchschnittliche Alkoholpegel der Reisenden, was manchmal zu &#228;u&#223;erst spannenden Auseinandersetzungen &#252;ber den Kurvenverlauf f&#252;hrt. Die Polizei finde ich &#8211; im Vergleich zu ihren &#246;sterreichischen Artgenossen &#8211; vergleichsweise harmlos. Die Aussicht auf eine l&#228;ngere Auseinandersetzung mit der Landessprache nicht m&#228;chtigen Urlaubern sorgt offensichtlich daf&#252;r, Autos mit deutschen Kennzeichen lieber nicht anzuhalten. Ich habe jedenfalls in mehr als 7 Jahren nur einmal Kontakt mit den Carabinieri gehabt, da bin ich aber auch um vier Uhr morgens mit heruntergekurbelten Fenstern und lauter Musik in der Mitte der Stra&#223;e und mit 80 km/h durch den Ort geflogen. Vorgeschobene Fremdsprachenunt&#252;chtigkeit (ich konnte ja wegen Alkoholfahne den Mund nicht aufmachen, riss also nur die Augen auf und zuckte mit den Schultern) sorgte aber daf&#252;r, dass die feierabendwilligen Ordnungskr&#228;fte mich alsbald augenrollend weiterwinkten. Man sollte es aber vermutlich nicht drauf anlegen.</p>
<p>Generell ist der italienische Verkehr durch mehr R&#252;cksichtnahme und weniger Rechthaberei gekennzeichnet, wenn man sich einmal darauf eingestellt hat, f&#228;hrt es sich eigentlich ganz entspannt. An einer gr&#252;nen Ampel sollte man zur Sicherheit lieber doch nochmal schauen, ob nicht noch jemand kommt und auf der Vorfahrtsstra&#223;e empfiehlt es sich, auch ein Auge auf die Nebenstra&#223;e zu werfen, ob die von dort kommenden die Vorfahrtsregelung genauso interpretieren oder wom&#246;glich eine jahrzehntelang tradierte Abweichung bevorzugen. Wenn sich der Verkehr mal staut, und das tut er praktisch immer, wird man gern und bereitwillig auf die Hauptstra&#223;e reingelassen &#8211; man muss diesen Willen aber auch deutlich kundtun! Blinken und warten reicht da nicht, man muss die Motorhaube schon mal einen halben Meter in den flie&#223;enden Verkehr halten und sich bei den scharf notbremsenden Hauptstra&#223;enfahrern freundlich f&#252;r ihr Entgegenkommen bedanken. Das gilt &#252;brigens auch f&#252;r Zebrastreifen: W&#228;hrend der Italiener durchaus anh&#228;lt, darf man als Fu&#223;g&#228;nger nicht einfach dastehen und darauf warten, sondern muss schonmal mit einem todesmutigen Schritt seinen Wunsch, die Stra&#223;e zu &#252;berqueren, deutlich machen. Klappt eigentlich fast immer. Ansonsten kann man auch seine weibliche und m&#246;glichst blonde Begleitung vorschicken, das bringt den eben noch flie&#223;enden Verkehr mit absoluter Sicherheit zum stehen.</p>
<p>Eine Besonderheit sind noch Baustellen. Wundert euch nicht, wenn vor Stra&#223;enbaustellen eine ganze Reihe von Geschwindigkeitsbegrenzungsschildern stehen, die &#252;blicherweise mahnen, mit Tempo 30, 20, 10 und schlie&#223;lich 5 zu fahren. Alle diese weisen nur darauf hin, dass es sich um eine Baustelle handelt oder irgendwann mal handelte, niemand erwartet, dass man tats&#228;chlich langsamer f&#228;hrt und schon gar nicht mit der anempfohlenen Geschwindigkeit. Da auf italienischen Stra&#223;enbaustellen aber praktisch nie jemand arbeitet, gef&#228;hrdet man auch niemanden, wenn man unbeirrt durchbrettert. Wenn die Baustelle besetzt ist, sorgen sowieso nochmal zwei verkehrsregelnde Bauarbeiter mit roten und gr&#252;nen Lollipops f&#252;r einen Kompletthalt &#8211; au&#223;erhalb dieser Zeiten: &#8220;Augen zu und durch!&#8221; Eine Besonderheit sind n&#228;chtliche Autobahnmarkierungen mit brennenden Fackeln oder &#214;lt&#246;pfchen &#8211; wenn man nicht gerade dr&#252;berf&#228;hrt, sieht das immer ganz spektakul&#228;r aus.</p>
<p>Ich werde hier noch weitere Beobachtungen hinzuf&#252;gen aber generell gilt f&#252;r Autofahren auf dem Stiefel eigentlich nur folgendes: Nehmt euch genug Zeit, um ohne Hetze zum Ziel zu kommen, legt gute Musik ein (italienisches Plapperradio ist unertr&#228;glich), stellt die Lehne zur&#252;ck und lasst euch treiben. Im Zweifelsfall d&#252;rft ihr auf die Aufmerksamkeit und Nettigkeit italienischer Autofahrer bauen, die fremden Kennzeichen gegen&#252;ber auch deutlich nachsichtiger sind als bei eigenen Landsleuten. Stures Beharren auf Vorfahrt und andere Rechthabereien f&#252;hren hier noch schneller zur Kollision als in Deutschland. Passt ein bissel auf bei Geschwindigkeitsbegrenzungen aber meist wird man vor einer Radarfalle sowieso von dutzenden entgegenkommenden Autofahrern gewarnt &#8211; bedankt euch daf&#252;r mit Handheben und warnt im Gegenzug auch, wenn ihr Geschwindigkeitsmessungen seht. Und wenn ihr jetzt einen kleinen Kratzer oder einen zerbrochenen Spiegel nicht als Weltuntergang betrachtet, dann steht einem sch&#246;nen Trip ins Land, wo die Zitronen bl&#252;hen eigentlich nichts entgegen.</p>
<p>Weitere allgemeing&#252;ltige Informationen zum &#220;berleben in Italien gibt&#8217;s in diesem Video von Bruno Bozzetto (euch vielleicht noch bekannt als Sch&#246;pfer von &#8220;Herr Rossi sucht das Gl&#252;ck&#8221;):</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://www.altravita.com/autofahren-in-italien.php"><img src="http://img.youtube.com/vi/XkInkNMpI1Q/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<p><a href="http://www.altravita.com">Italien blog - Betrachtungen eines Deutschen in Italien</a></p>]]></content:encoded>
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